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Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes (FNP)

Die Stadt Dormagen steht vor einer großen Zukunftsaufgabe. Der aus dem Jahr 1980 stammende FNP soll neu aufgestellt werden. Hierdurch sollen die Voraussetzungen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Stadtentwicklung geschaffen werden. Insbesondere die veränderten demographischen Rahmenbedingungen, neue Anforderungen in den Bereichen Wohnen, Wirtschaft und Verkehr sowie die gewachsenen ökologischen Ansprüche spielen dabei eine ausschlaggebende Rolle.

Wo kann beispielsweise in den Dormagener Stadtteilen künftig noch gebaut werden? An welchen Stellen sind Industrie- und Gewerbeansiedlungen möglich? Welche Flächen sollen dagegen für den Naturschutz oder die Landwirtschaft gesichert werden? Das alles legt der Flächennutzungsplan fest, den die Stadt jetzt nach 30 Jahren neu aufstellt.

Verfahrensablauf


Beteiligungsverfahren zum FNP Vorentwurf

Am 25.04.2017 hat der Planungs- und Umweltausschuss der Stadt Dormagen dem Vorentwurf zum Flächennutzungsplan mit seiner Begründung sowie Umweltbericht zugestimmt und die Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB) zum Vorentwurf des Flächennutzungsplans beschlossen.

Das Beteiligungsverfahren wurde in dem Zeitraum vom 24.05.2017 bis einschließlich 19.07.2017 durchgeführt.

Integriertes Entwicklungskonzept

Am 07.09.2016 wurde das „Integrierte Entwicklungskonzept“ für die Stadt Dormagen im Planungs- und Umweltausschuss beschlossen. Das „Integrierte Entwicklungskonzept“ beinhaltet die Leitlinien und Ziele, ein gesamträumliches Entwicklungskonzept mit den sektoralen Aussagen zur Siedlungs- und Zentrenstruktur und Grün- und Freiraumstruktur, sowie teilräumliche Entwicklungskonzepte, welche auf zuvor definierte Planungsbezirke zugeschnitten sind. Der Inhalt des „Integrierten Entwicklungskonzeptes baut unter anderem auf den Vorgaben kommunaler und fachlicher Planungen und Gutachten und dem Entwurf des Regionalplans Düsseldorf vom August 2016 auf. Die unterschiedlichen fachlichen Aussagen wurden durch die fachlichen Inputs aus der Fachwerkstatt, dem Verwaltungsworkshop, dem Bürgerforum den fünf Stadtteilwerkstätten ergänzt. Das „Integrierte Entwicklungskonzept“ bildet die Grundlage für die anstehende Erarbeitung des Vorentwurfs des neuen Flächennutzungsplanes.

Stadtteilwerkstätten

Nach der Auftaktveranstaltung folgen im Herbst 2015 fünf öffentliche Stadtteilwerkstätten. Dort können die Bürgerinnen und Bürger ihre Anregungen und Ideen für die einzelnen Stadteilen einbringen. Aus organisatorischen Gründen werden dabei jeweils mehrere Stadtteile zu sogenannten Planungsbezirken zusammengefasst. Ziel ist, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern ein umfassendes Entwicklungskonzept für die zukünftigen Flächennutzungen und damit für fast sämtliche Bereiche des städtischen Lebens zu entwickeln.

 

Planungsbezirk Ost
Stadtteile : Dormagen, Horrem, Rheinfeld 

Planungsbezirk Süd
Stadtteile : Delhoven, Hackenbroich, Hackhausen, Knechtsteden

Planungsbezirk West
Stadtteile : Gohr, Broich, Straberg

Planungsbezirk Nord-West
Stadtteile : Delrath, Nievenheim, Ückerath

Planungsbezirk Nord
Stadtteile : St. Peter, Stürzelberg, Zons

Fachwerkstatt

Am 18. Mai 2015 fand in der Stadtbibliothek in Dormagen eine integrierte Fachwerkstatt zur Neuaufstellung des FNP statt. In der Veranstaltung wurden in drei separaten Themenwerkstätten die Schwerpunktthemen der Flächennutzungsplanung „Wohnen/ Infrastruktur/ kulturelle Identität“, „Landschaft/ Umwelt/ Freizeit“ sowie „Wirtschaft/ Verkehr“ fachlich erörtert. Die Ergebnisse der integrierten Fachwerkstatt werden für den weiteren Planungsprozess aufbereitet und sollen erste Hinweise hinsichtlich der Themenschwerpunkte und der Ziele eines „Integrierten Entwicklungskonzeptes“ liefern.

Umweltprüfung (Scoping)

Zur Berücksichtigung der Belange des Umweltschutzes nach § 1 Abs. 6 Nr. 7 und § 1a BauGB ist im Rahmen der FNP-Neuaufstellung eine Umweltprüfung gemäß § 2 Abs. 4 BauGB durchzuführen, in der die voraussichtlichen erheblichen Umweltauswirkungen des Flächennutzungsplans ermittelt und in einem Umweltbericht beschrieben und bewertet werden. Zur Festlegung des Untersuchungsrahmens der Umweltprüfung (Scoping) findet eine Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange, deren Aufgaben durch die Planung berührt werden, statt. Diese sind gemäß § 4 Abs. 1 BauGB in Verbindung mit § 2 Abs. 4 BauGB dazu aufgefordert, sich zu Umfang und Detaillierungsgrad der Umweltprüfung zu äußern.

Scopingbeitrag FNP Dormagen_2015  PDF 2,9 MB

Auftaktveranstaltung

Am Donnerstag den 22. Januar 2015 fand die erste öffentliche Beteiligung mit einem Informationsabend und einer Podiumsdiskussion in der Kulturhalle Dormagen statt. Der interessierten Öffentlichkeit wurde von Experten anschaulich dargestellt, wozu der Flächennutzungsplan dient und was darin alles erfasst ist. Ein Thema an diesem Abend waren auch die Vorgaben des Landes, welche Flächen der Stadt Dormagen insgesamt noch für weitere Wohnbebauungen und Gewerbeansiedlungen zur Verfügung gestellt werden. Zudem wurden die Naherholungsmöglichkeiten, die Landschaftsentwicklung und die Verkehrswege im Stadtgebiet näher beleuchtet.

Ansprechpartner

Begleitet wird das gesamte Verfahren von den beiden Planungsbüros „planlokal“ und „grünplan“ aus Dortmund.

Für Fragen und Anregungen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner gerne zur Verfügung:

plan-lokal PartmbB
Jürgen Weinert
Bovermannstraße 8
D - 44141 Dortmund

Telefon +49 (0)231 / 952083-0
Telefax +49 (0)231 / 952083-6

E-Mail: E-Mail
Internet: http://www.plan-lokal.de

grünplan - büro für landschaftsplanung
Alexander Quante
Willy-Brandt-Platz 4
44135 Dortmund

Fon: 0231 / 52 90 21
Fax: 0231 / 55 61 56

E-Mail:  E-Mail
Internet: http://www.gruenplan.org

Stadt Dormagen
Fachbereich Städtebau

Stadtplanung
Mathias-Giesen-Straße 11
41540 Dormagen

Daniel Gürich
Leiter Stadtplanung
Telefon: 02133 / 257-617

Alexandra Juszczak
Projektleiterin
Telefon: 02133 / 257-830
E-Mail:  E-Mail

 

 

 

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