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Stadt stellt Straßenbeleuchtung auf LED um

Die Stadt Dormagen hat im Rahmen des  European Energy Awards in den vergangenen Jahren zahlreiche Aktivitäten zur Schonung der Umwelt und zum Schutz unseres Klimas umgesetzt.

LED-Beleuchtung hält Einzug in Dormagen

Nachdem im Jahr 2007/2008 im Zuge des Einspar-Contractings die alten Quecksilberdampfhochdruckleuchten auf Natriumdampf umgestellt und Lichtmanagementgeräte zur stufenweisen Absenkung des Beleuchtungsniveaus in den verkehrsarmen Zeiten installiert wurden, beginnt nun das LED-Zeitalter.

Bei der Straßenbeleuchtung wollen die Technischen Betriebe Dormagen künftig noch mehr Energie sparen. Nachdem der Stromverbrauch in den vergangenen Jahren schon um über 40 Prozent gesenkt wurde, macht das städtische Tochterunternehmen jetzt einen ersten Schritt zur Umrüstung auf moderne LED-Leuchten. Für knapp 32 000 Euro sollen in Zons und Gohr in diesem Jahr insgesamt 49 Leuchten der neuen Generation installiert werden. Die Stadt Dormagen als Eigentümer der Beleuchtung hat dafür einen Zuschussantrag beim Bundesumweltministerium gestellt, das solche Klimaschutztechnologien mit bis zu 40 Prozent der Kosten fördert.

Diese LED-Leuchten sind zwar dreimal so teuer wie herkömmliche Straßenleuchten, der Energieverbrauch lässt sich aber nochmals um mehr als 60 Prozent senken. Die Förderzusage liegt inzwischen vor und die ersten Lampen sind im Bereich des Neubaugebietes Malerviertel installiert.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) fördert auf der Grundlage des „Integrierten Energie- und Klimaschutzprogramms der Bundesregierung“ (IEKP) die Erschließung kostengünstiger Effizienzpotenziale und Emissionsminderungen in Kommunen, sowie Modellprojekte, die regional wie bundesweit als Vorbild dienen.

Unter anderem wird die  Anwendung von Klimaschutztechnologien bei der Stromnutzung (Beleuchtungssanierung mit LED-Leuchten) mit bis zu 40% der zuwendungsfähigen Ausgaben für die Außen- und Straßenbeleuchtung bezuschusst.

Voraussichtlich von Mai bis Juli 2011 werden die jeweils ca. 40 Jahre alten Leuchten auf der Lessing- und Nievenheimer Straße in Zons und auf der Odilienstraße in Gohr durch die hocheffizienten LED-Leuchten ersetzt.

Die Beleuchtungsanlagen weisen noch über 1 200 Leuchten auf, die 30 Jahre und älter sind. Im Zuge des Contractings wurden  die Leuchten zwar umgerüstet (neue Vorschaltgeräte, moderne Leuchtmittel), sind aber dadurch nicht komplett erneuert geworden.

Es ist beabsichtigt, diese Lampen in den kommenden Jahren durch LED-Leuchten zu ersetzen und dabei nochmals deutlich den Energieverbrauch zu senken. Insgesamt ließe sich damit jeweils eine weitere Energieeinsparung von ca. 60% erzielen.

Mit den bereits umgesetzten Einsparmaßnahmen wurden seit 2008 jährlich 45% Energie, also ca. 1,4 Millionen kWh und somit ca. 830 Tonnen CO2 jährlich eingespart.

Ab 2013, wenn das Einspar-Contracting ausgelaufen ist, beträgt die Einsparung nach jetzigem Strompreis über 240.000,00 €. Das Geld kann dann in andere Bereiche z. B. in Bildung und Umweltschutz fließen.

Der Vorstand der Technischen Betriebe, Gottfried Koch  sagt dazu:  „Vom Klima-schutz profitieren alle: durch geringere Stromkosten und ein gesundes Klima.
Das Projekt wird gefördert mit Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums. Mit der Klimaschutzinitiative setzt die Bundesregierung die Erlöse aus dem Handel mit CO2-Emissionsrechten gezielt für den Klimaschutz ein.

Die öffentliche Beleuchtung der Stadt Dormagen leistet durch ihre Klimaschutzanstrengungen einen wichtigen Beitrag dazu, dass Deutschland seine Klimaschutzziele erreicht. Im Energiekonzept der Bundesregierung ist festgelegt, dass Deutschland den Ausstoß von Treibhausgasen gegenüber dem Jahr 1990 kontinuierlich senken wird: bis 2020 um 40 Prozent, bis 2030 um 55 Prozent, bis 2040 um 70 Prozent und bis 2050 sogar um 80 bis 95 Prozent.

Die internationale Staatengemeinschaft ist sich einig, dass der globalen Klimaerwärmung entgegengewirkt werden muss. Das bedeutet, dass der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf höchstens 2 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau begrenzt werden muss.
 
Mit den Beleuchtungsprojekten kann sich laut Schreiben des Bundesumweltministers Dr. Norbert Röttgen die Stadt Dormagen als Botschafter für den Klimaschutz bezeichnen.

Link zum Thema:

- Dormagen und der European Energy Award

Kommunen in NRW das Einspar-Contracting für die Straßenbeleuchtung

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

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Projektträger Jülich

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