Biedermann und die Brandstifter

Dienstag, 13. November 2018, 20 Uhr, Norbert-Gymnasium Knechtsteden

Erfolgsstück des schweizerischen Schriftstellers Max Frisch; Das Rheinische Landestheater Neuss

Gottlieb Biedermann hat alles, was einen guten Bürger ausmacht: Ein erfolgreiches Unternehmen, ein eigenes Haus mit großem Dachboden, Ehefrau und Dienstmädchen. Gerade hat er den Angestellten Knechtling entlassen, da steht der arbeits- und obdachlose Ringer Schmitz vor seiner Tür. Schnell ist Biedermann überredet und bietet seinen Dachboden als Unterkunft an, obwohl er weiß, dass eine Gruppe von Brandstiftern in der Stadt ihr Unwesen treibt. Auch Biedermanns zunächst skeptische Frau Babette ist bald vom redegewandten Schmitz eingenommen. Doch Schmitz bleibt nicht lange allein im Hause Biedermann: Zu ihm gesellt sich der Kellner Eisenring mitsamt einer Anzahl von Benzinfässern...

Max Frisch nannte „Biedermann und die Brandstifter“ ein „Lehrstück ohne Lehre“. Angesichts einer immer mehr in Frage gestellten liberalen Weltordnung stellt das Stück seine Aktualität unter Beweis: Ganze Gesellschaften sitzen auf einem hochexplosiven Pulverfass. Es muss nur derjenige kommen, der es anzündet.

Menschen im Hotel

Freitag, 14. Dezember 2018, 20 Uhr, Norbert-Gymnasium Knechtsteden

Facettenreiches Gesellschaftsportrait der „Goldenen Zwanziger“ nach dem Roman von Vicki Baum, mit Live-Musik; Das Rheinische Landestheater Neuss

In einem Hotel treffen Menschen unterschiedlichster Fasson aufeinander. Sie alle suchen das Glück, können es jedoch nicht finden: Die alternde russische Primaballerina Grusinskaja verliebt sich in den verarmten Baron von Gaiern, der mittlerweile als Trickbetrüger sein Dasein fristet. Der durch eine Kriegsverletzung entstellte und morphiumsüchtige Dr. Otternschlag lebt als Dauergast in dem Hotel und wird von Selbstmordgedanken geplagt.

Neuester Zugang im Hotel ist der todkranke Buchhalter Otto Kringelein, der alle Brücken zu seinem alten Leben abbrechen will, aber plötzlich seinem ehemaligen Generaldirektor Preysing gegenübersteht. Zu guter Letzt treibt sich in der Eingangshalle ein junges Mädchen, Flämmchen genannt, herum, das sich als Mietsekretärin und Aktmodell verdingt. Im Verlauf von 24 Stunden treffen diese Menschen aufeinander und ihre Schicksale verknüpfen sich – sie alle stellen ihr bisheriges Leben in Frage und versuchen, sich neu zu erfinden.

Die Inszenierung zeichnet mithilfe beliebter Lieder aus dieser Zeit, live gesungen, ein Panoptikum scheiternder Figuren im Großstadtflair der „Goldenen Zwanziger“.

Faust - der Tragödie erster Teil

Freitag, 25. Januar 2019, 20 Uhr, Norbert-Gymnasium Knechtsteden

Das wichtigste Drama der deutschen Literatur, von Johann Wolfgang von Goethe; Westfälisches Landestheater

Es ist dieser ewige Wunsch, der Heinrich Faust vorantreibt: Zu erfahren, was das Dasein des Menschen im Innersten ausmacht über all das hinaus, was wir mit unseren Sinnen und unserem Verstand wahrzunehmen und zu begreifen imstande sind. Diese Sehnsucht treibt ihn, die Vernunft und das gesammelte Bücherwissen hinter sich zu lassen und den Pakt einzugehen, der alle Schranken überwindet: Der Teufel selbst, Mephistopheles, verspricht ihm seine Dienste, die Erfüllung aller Wünsche, wenn Faust bereit ist, ihm nach seinem Tod zu dienen.

Die Tragödie des Faust, veröffentlicht 1806, ist das wichtigste Drama der deutschen Literatur. Die ewige Frage nach all dem, was der Verstand nicht zu fassen imstande ist, trifft den Kern jeglicher philosophischer, religiöser und existenzieller menschlicher Auseinandersetzung. Goethes Bearbeitung dieser Frage in all ihren Aspekten hat eine zeitlose Qualität, die in der Weltliteratur ihresgleichen sucht.

Bunbury oder die Kunst, ernst zu sein

Freitag, 15. Februar 2019, 20 Uhr, Norbert-Gymnasium Knechtsteden

Verwechslungskomödie rund um Liebe, Lüge und Identitäten, von Oscar Wilde; Landestheater Burghofbühne

Die beiden Dandys Algernon und Jack haben den Bogen raus. Um familiären Verpflichtungen zu entgehen und sich ungestört ihren Vergnügungen hinzugeben, haben beide einen imaginären Freund erfunden: Algernon einen kranken Freund names Bunbury auf dem Land und Jack einen Bruder namens Ernst, den er in der Stadt besucht. Im städtischen Nachtleben benutzt er dann für sich selbst den Namen Ernst – so ist das Doppelleben perfekt.

Doch das Lügengebäude gerät ins Wanken, als Algernons Cousine Gwendolin sich in Jack und Jacks Ziehtochter Cecily sich in Algernon verliebt und beide Frauen den jeweiligen Verlobten für „Ernst“ halten. Die Widersprüche verstricken sich zunehmend und die Verwechslungskomödie nimmt ihren Lauf.

Oscar Wildes 1895 uraufgeführte Komödie beschäftigt sich mit der Frage, wer man ist und wer man sein sollte. Lüge und brillante rhetorische Improvisation sind die Mittel, mit denen ein komplexes Doppelleben gemeistert wird. Warum sollte man sich mit einer Identität zufrieden geben, wenn zwei doch viel interessanter sein können?

Der Tatortreiniger

Freitag, 8. März 2019, 20 Uhr, Norbert-Gymnasium Knechtsteden

Bühnenadaption nach der Komödien-Kultserie von Mizzy Meyer; Westfälisches Landestheater

Wenn alle anderen weg sind, der Mörder, die Kriminalbeamten, die Spurensicherung, schlägt seine Stunde! Dann kommt Heiko „Schotty“ Schotte! Dann wird das entfernt, was keiner mehr braucht und was keiner sehen will. Die Reste der Verbrechen. Seien die Orte auch noch so grauenvoll, „Schotty“ schreckt nichts. Mit Bürsten, Schrubbern, Seife, Schwämmen und chemischen Substanzen betritt er die Tatorte und putzt. Vor allem braucht er aber Empathie und Geistesgegenwärtigkeit. Denn „Schotty“ ist nie allein. Er begegnet Hinterbliebenen oder Bekannten der Opfer, Leuten, die zufällig vorbeikommen, oder den Geistern der Ermordeten. Alle befinden sich in emotionalen Ausnahmezuständen. Sie wollen reden, alles mal grundsätzlich klären. „Schotty“ muss erläutern, trösten und die Dinge wieder in Ordnung bringen.

Im November 2011 wurden zunächst vier Folgen einer neuen Kurz-Serie gedreht,  aber „Der Tatortreiniger“ wurde zum Kulthit und 2012 mit dem Grimme-Preis gekrönt. Mittlerweile sind sechs Staffeln der bösen Komödien-Serie erschienen. Zu den bekanntesten Stücken der hinter dem Pseudonym Mizzi Meyer stehenden Theaterautorin Ingrid Lausund gehört „Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner“.

La Línea - der Traum vom besseren Leben

Freitag, 5. April 2019, 20 Uhr, Norbert-Gymnasium Knechtsteden

Hochaktuelle Geschichte einer Flucht nach dem Roman von Ann Jamarillo; Das Rheinische Landestheater Neuss

Seitdem seine Eltern ihn vor sechs Jahren, elf Monaten und zwölf Tagen in Mexiko zurück gelassen haben, träumt Miguel davon, ihnen nach Kalifornien zu folgen. Am Morgen seines 15. Geburtstags hat das Warten ein Ende. Glaubt er. Die Reise nach Norden über „la línea“, die Grenze zwischen Mexiko und den USA, ist voller Gefahren: Diebe, Grenzpatrouillen und eine zermürbende Durchquerung der Wüste. Es wäre schwer genug, alleine am Leben zu bleiben. Aber mit einer kleinen Schwester im Schlepptau wird es fast unmöglich.

Als ihnen das Geld geklaut wird, bleibt nur eine letzte Hoffnung: Der mata gente, der Todeszug. Auf dem Dach des fahrenden Zuges klammern Miguel und Elena sich aneinander und an ihre Träume. Aber sie lernen schnell, dass man sich auf seine Träume nicht immer verlassen kann, selbst, wenn sie wahr werden…

Ann Jamarillo erzählt in ihrem Roman eine zu Herzen gehende Abenteuergeschichte über Mut, Betrug und Liebe.

Herbert Knebels Affentheater - Außer Rand und Band

Freitag, 3. Mai 2019, und Samstag, 4. Mai 2019, jeweils 20 Uhr, Norbert-Gymnasium Knechtsteden

Herbert Knebels Affentheater präsentiert mit "Außer Rand und Band" das 100. Bühnenprogramm! Kein Grund zum Feiern. Denn strenggenommen ist es erst das 15.. Alle anderen – in Zahlen, 85 – sind der kritischen Selbstzensur zum Opfer gefallen. Immer wieder hieß es kurz vor der Premiere, „Och nee, dat könn wir nich bringen!“ Zu lang, zu laut, zu krass, zu rund, zu lustig, zu gefährlich! Um nur einige Kritikpunkte zu nennen.

Aber mit "Außer Rand und Band" hat es endlich mal wieder ein Programm auf die Bühne geschafft! Ein Affentheater-Programm, das es in sich hat. Wiedermal setzen wir auf die altbewährte Mischung aus Musik, egal ob von Bee Gees, Pink Floyd, The Clash, The Who ,Creedence Clearwater Revival, Roy Orbinson, David Bowie und hasse nich gehört, herrlich blöde Ensemble-Nummern und natürlich, nicht zuletzt, die schönen Knebel Geschichten. Viele werden vielleicht sagen: och dat is ja so wie immer. Können wir nur sagen: stimmt! Weil Tanztheater und Performance können wir nicht, obwohl, … kommt doch einfach gucken.

Diese beiden Veranstaltungen sind Zusatzveranstaltungen, die nicht zum Abo-Programm gehören. Eintritt: 28 € Vorverkauf / 30 € Abendkasse (falls vorhanden). Freie Platzwahl. Vorverkaufsstart: 7. Mai 2018

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