Denkmalschutz

Die Untere Denkmalbehörde der Stadt Dormagen kümmert sich in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Eigentümern um die Pflege und den Erhalt der mehr als 180 Bau- und Bodendenkmäler in Dormagen.

Sie ist erster Ansprechpartner für Erlaubnisse, die bei Veränderungen oder Instandsetzungen von Denkmälern erforderlich sind. Dies gilt auch dann, wenn Entscheidungen beispielsweise in die Zuständigkeit der Oberen Denkmalbehörde beim Kreis fallen oder das LVR-Amt für Denkmalpflege fachlich einbezogen werden muss. Bei Fragen der Eigentümer berät die Untere Denkmalbehörde gern. Oft empfiehlt es sich, sie schon sehr frühzeitig in ein Vorhaben einzubeziehen.

Die Untere Denkmalbehörde kümmert sich um Fördermittel für Denkmaleigentümer und erteilt Steuerbescheinigungen für Aufwendungen an Denkmälern.

Auch Eintragungen in die Denkmalliste werden von der Unteren Denkmalbehörde vorgenommen. Hier befinden sich die Denkmalakten mit Plänen, Schriftverkehr, Fotos und weiteren Unterlagen zu den Objekten.

Neben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Unteren Denkmalbehörden sind auch ehrenamtlich Beauftragte für Denkmalpflege Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, die sich beispielsweise um den Erhalt eines Denkmals sorgen (§ 24 DSchG NW). Sie werden im Benehmen mit dem zuständigen Landschaftsverband von den Kommunen für je fünf Jahre bestimmt. Die ehrenamtlichen Beauftragten beobachten die örtlichen Vorhaben, Planungen und Vorgänge, die die Interessen der Denkmalpflege berühren, und vermitteln Informationen an die Denkmalbehörden.  

Kontakt:
Harald Schlimgen
Tel.: 02133/257-220 oder

Diana Drillen
Tel. 02133/257-415

E-Mail: denkmalschutz[@]stadt-dormagen.de
 

Weitere Links zum Denkmalschutz:

Denkmaltag 2020

Digitaler Besuch im Rheinturm und im Rathaus-Gefängnis

 

Der bundesweite Tag des offenen Denkmals hat in 2020 in digitaler Form stattgefunden. Wegen der Corona-Pandemie hatte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ihre Großveranstaltung für den 13. September frühzeitig umgeplant und statt der üblichen Führungen dazu aufgerufen, Baudenkmaler an diesem Tag online zu präsentieren. „In Dormagen haben wir aus der Not eine Tugend gemacht und können so den Bürgerinnen und Bürgern Orte zeigen, die selbst am Denkmaltag normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind“, sagte der städtische Denkmalschutzbeauftragte Harald Schlimgen.
 
So entführt der Zonser Nachtwächter Hermann Kienle die Besucher in einem Video in den Rheinturm aus dem Jahr 1388. Die Zuschauer erfahren hier etwas über die Geschichte des Turms, der einstmals als Zollturm und später unter anderem als Kloster, Heimatmuseum oder Altenstube diente. Bis heute befindet sich der Turm im Besitz der katholischen Kirche. In dem Filmbeitrag nehmen die Bürgerinnen und Bürger mit Hermann Kienle auf einer mittelalterlichen „Fenster-Bank“ Platz, steigen die fünf Stockwerke des Turms hoch und genießen zum Abschluss den Ausblick vom Dach auf die Wehranlagen von Zons. Im Waffenornat begrüßt auch Wolfgang Göddertz von der Zonser Garnison die Gäste und erläutert den jährlichen „Sturm auf Zons“.
 
In einem zweiten Video zeigt Bürgermeister Erik Lierenfeld den Besuchern eine wenig bekannte Arrestzelle mit einer gemauerten Pritsche im Keller des Historischen Rathaus. Das „Mini-Gefängnis“ stammt aus der Zeit, als der Bürgermeister noch Chef der örtlichen Polizeiverwaltung war. Danach geht es hoch in den Glockenturm des Historischen Rathauses, den die meisten zwar schon gehört, aber noch nie von innen gesehen haben.
 
Die Videos wurden in Kooperation mit der städtischen Öffentlichkeitsarbeit und der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft produziert.

Unbekannte Orte im Historischen Rathaus

Einblicke in den Zonser Rheinturm

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