Coronavirus: Stadt Dormagen trifft weitreichende Schutzmaßnahmen

Die Stadt Dormagen hat nach der Absage aller städtischen Veranstaltungen und der Schließung von Kitas und Schulen heute weitere Schutzmaßnahmen getroffen, um die Ausbreitung des Coronavirus möglichst zu verlangsamen. Die gesamte Stadtverwaltung schließt ab Dienstag, 17. März, für den Publikumsverkehr. Behördengänge sind dann nur noch nach vorheriger Terminabsprache möglich. Auch sämtliche Kultureinrichtungen der Stadt sind ab sofort geschlossen. Das gilt für die Stadtbibliothek, Musikschule und VHS ebenso wie für das gesamte Kulturhaus und die Kulturhalle. Zudem sind das Stadtbad sowie alle Sportanlagen, Turnhallen und sonstigen städtischen Veranstaltungsräume von den Schließungen betroffen.


„Dormagen fährt runter. Das öffentliche, private und berufliche Leben wie wir es aus unserem Alltag kennen, wird in den nächsten Wochen nicht mehr stattfinden“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld. Die Schließungen seien „nicht nur ein Gebot der Vernunft und die dringende Empfehlung aller Experten, sondern Ausdruck von Solidarität und Gemeinschaftssinn“, so Lierenfeld weiter: „Wir müssen gemeinsam versuchen, die Zahl der gleichzeitig Erkrankten so gering wie möglich zu halten.“
Mit der Stadtbus GmbH und der Energieversorgung Dormagen GmbH (evd) schließen auch zwei Stadttöchter ab sofort ihre Kundencenter. Der Bürgermeister kündigte zudem an, dass alle Ausschuss- und Ratssitzungen abgesagt werden.
Alle Bürgerinnen und Bürger sowie Stadtbus- und evd-Kunden können sich mit ihren Fragen, Sorgen und Nöten unter 02133 257 555 an die Bürger-Hotline der Stadt wenden. Diese ist ab sofort täglich von 8 bis 18 Uhr besetzt.


Bürgermeister Erik Lierenfeld zeigte Verständnis für die Sorgen, die Wirtschaft, Einzelhandel und Gastronomie angesichts der zu erwartenden Umsatzeinbußen plagen. „Ich werde dem Stadtrat deshalb vorschlagen, dass wir Gebühren erlassen und mich außerdem dafür stark machen, dass Bund und Land schnell durch zinslose Kredite unterstützen. Es stehen Arbeitsplätze auf dem Spiel“, so Lierenfeld.
Bürgerinnen und Bürger, die aufgrund ihres Alters oder sonstiger Gebrechen ihr Haus nicht verlassen können oder Hilfe benötigen, können sich ebenfalls an die Bürgerhotline wenden. Die Stadt wird – gemeinsam mit Ehrenamtlern – versuchen, im Alltag zu helfen – zum Beispiel mit Einkäufen.
Bürgermeister Erik Lierenfeld steht am Montag, 16. März, ab 15 Uhr live auf Facebook für Bürgerfragen zum Thema Coronavirus zur Verfügung. Alle Informationen zum Thema Coronavirus sowie die Erreichbarkeiten der Stadt sind unter www.dormagen.de/coronavirus zu finden.

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