Coronavirus: So lief Tag eins des neuen Kontaktverbots in Dormagen

Um Mitternacht ist das neue Kontaktverbot der nordrhein-westfälischen Landesregierung in Kraft getreten. In Dormagen wird die Einhaltung der neuen Regeln vor allem vom städtischen Ordnungsdienst überwacht. Zuwiderhandlungen können mit einem Ordnungsgeld von 200 bis 25.000 Euro geahndet werden. „Die ersten Rückmeldungen zeigen aber, dass es ganz gut klappt“, resümiert Bürgermeister Erik Lierenfeld die ersten Stunden.
 
„Es macht mir Hoffnung, dass die überwältigende Mehrheit der Bürger offenbar verstanden hat, dass wir das Ansteckungsrisiko am wirksamsten minimieren, wenn wir auf enge und unmittelbare soziale Kontakte verzichten“, so Lierenfeld weiter. Aktuell ist im Rhein-Kreis Neuss bei 179 Personen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. In Dormagen gibt es 33 bestätigte Infektionsfälle.
 
Zahlreiche Gespräche führten die Ordnungsamtsmitarbeiter auch mit Einzelhändlern. Bei Vor-Ort-Besuchen wurden offene Fragen geklärt. Einige Märkte stellen die Wahrung des vorgeschriebenen zehn Quadratmeter großen „Sektors“ pro Kunde in den Märkten durch weniger Einkaufswagen sicher. „Die Bereitschaft, sich in dieser Situation nach immer neuen Vorschriften zu richten, ist erfreulicherweise sehr groß“, sagt Bürgermeister Lierenfeld: „Allen ist bewusst, dass es einer gemeinsamen Anstrengung bedarf, um diese Krise zu meistern.“
 
Weiterhin möglich bleibt ein Spaziergang an der frischen Luft. „Das ist gerade jetzt wichtig. Aber egal ob eine Runde Joggen um die Felder oder Yoga im Freien – wer draußen Sport treiben möchte, sollte das bitte alleine machen“, erklärt Erik Lierenfeld. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur allein, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet. Auch draußen ist, wo immer möglich, zu anderen Personen ein Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten.
 
Auch wer aktuell umzieht, sollte die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln nach Möglichkeit beachten. Zudem können natürlich weiterhin Umzugsunternehmen beauftragt werden. Zahlreiche Fragen haben die Stadt auch zum Thema Friedhöfe erreicht: Diese dürfen weiter besucht werden, jedoch nur mit maximal einer weiteren Person oder Personen aus dem gleichen Haushalt. Ein wichtiger Hinweis: Die öffentlichen Toiletten auf den Friedhöfen sind aufgrund der Infektionsgefahr geschlossen.
 
Wegen der stark zurückgegangenen Fahrgastzahlen hat die Stadtbus GmbH ihren Fahrplan angepasst. Ab dem heutigen Montag, 23. März, fahren die Linien WE1 und WE2 montags bis samstags ab 6 bis 20 Uhr im 60-Minuten-Takt. Sonn- und feiertags bleibt es bei den regulären Zeiten laut Fahrplan.
 
Bürgermeister Erik Lierenfeld beantwortet am Dienstag, 24. März, um 17 Uhr wieder live auf Facebook die Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu den Auswirkungen der Coronakrise auf Dormagen.
 
Alle Bürgerinnen und Bürger können sich mit ihren Fragen, Sorgen und Nöten telefonisch unter 02133 257 555 an die Bürger-Hotline der Stadt wenden. Die Hotline ist täglich von 8 bis 18 Uhr besetzt. Auch Menschen, die aufgrund ihres Alters oder sonstiger Gebrechen ihr Haus nicht verlassen können oder Hilfe benötigen, können sich dort melden.
 
Alle aktuellen Informationen zum Thema Coronavirus gibt es im Internet unter www.dormagen.de/coronavirus. 

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