Biotonne stärker nutzen und gewinnen

Jährlich landen noch immer zu viele Bioabfälle in der Restmülltonne – deutschlandweit sind es drei Millionen Tonnen. Und das, obwohl die meisten Haushalte eine Biotonne besitzen. Dieses Fehlverhalten möchte nun eine bundesweite Online-Initiative für die Biotonne ändern.

„Oftmals wissen die Bürgerinnen und Bürger gar nicht so recht, was in die Biotonne gehört und was nicht. Das macht sie unsicher und der Abfall landet letztlich wieder im Restmüll“, erläutert Angela Schmitz von der städtischen Abfallwirtschaft. „Dabei kann jeder einzelne durch richtige Mülltrennung einen wichtigen Beitrag für mehr Klima- und Umweltschutz leisten.“

Deshalb ruft die Stadt Dormagen zusammen mit der Aktion Biotonne Deutschland alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die Biotonne stärker zu nutzen. Wer dieses Versprechen abgeben möchte, kann im Internet unter www.aktion-biotonne-deutschland.de unterzeichnen und gleichzeitig bis 31. Dezember 2020 an einem bundesweiten Gewinnspiel teilnehmen. Verlost werden zum Ende des Jahres unter anderem eine Zugreise nach Ungarn zum UNESCO Welterbe Neusiedler See, ein „Biotoni-Starterset“ zum praktischen Vorsortieren und Sammeln von Bioabfällen, ein geruchsbindender Biofilterdeckel für die Biotonne und weitere nachhaltige und nützliche Preise.

In den Biomüll gehören Küchenabfälle, Obst- und Gemüseabfälle sowie Gartenabfälle. Darunter fallen beispielsweise Eierschalen, Kaffeefilter, Teefilter, Gemüseputzreste, Fallobst, Obstkerne, Apfelkitschen, Nussschalen, Kohlblätter, Salat, Zwiebelschalen, Unkraut, verwelkte Blumen, Blumenerde (in kleinen Mengen), Zweige, Laub, Rasenschnitt, Heckenschnitt, Kohlstrünke, Strauchschnitt, Staudenrückschnitt und Topfpflanzen.

Im Restmüll hingegen sollten Knochen, größere Mengen Blumenerde sowie Steine und Sand entsorgt werden. Ebenfalls wichtig: Der Biomüll sollte möglichst trocken sein – dabei hilft auf dem Tonnenboden ausgebreitetes Zeitungspapier.

Hintergrund:
Die Aktion Biotonne Deutschland setzt sich seit Jahren für mehr organische Küchenabfälle und weniger Plastik in der Biotonne ein und wird unterstützt von Bundesumweltministerium, Umweltbundesamt, NABU, REWE und Edeka, Abfallwirtschaftsverbänden sowie rund 145 Kommunen und Landkreisen. Seit 2018 ist die Aktion Biotonne Deutschland Bestandteil des „5-Punkte-Plans für weniger Plastik und mehr Recycling“ des Bundesumweltministeriums.

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