SWD befragt Unternehmen zur Corona-Krise: Leichter Aufwärtstrend ablesbar - Liquiditätshilfen zeigen Wirkung

Die Dormagener Wirtschaftswelt sendet erste vorsichtig positive Signale nach der Corona-Krise. Das zumindest legt die zweite von der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (SWD) im Juni durchgeführte Befragung nahe, an der sich 90 örtliche Unternehmen beteiligt haben. Auf die Frage, ob ihre Existenz durch die Corona-Krise gefährdet sei, antworteten dabei zwar 37 Prozent der Befragten mit Ja. Bei einer ersten Erhebung Anfang April – mitten im staatlichen Lockdown –  waren es noch 51 Prozent gewesen. An der Umfrage beteiligten sich damals 104 Wirtschaftsbetriebe.

Krise ist noch nicht ausgestanden
Verantwortlich für den Aufwärtstrend dürfte in erster Linie der Umstand sein, dass nach wochenlanger Zwangsschließung seit Ende April sukzessive fast alle Branchen ihre Geschäftstätigkeit wiederaufnehmen konnten. „Die Ergebnisse der Befragung lassen auch den Schluss zu, dass die Liquiditätshilfen von Bund, Land und Kommune ihre Funktion erfüllt haben, zumindest kurzfristig die Wirtschaftslage zu entspannen“, stellt SWD-Geschäftsführer Michael Bison fest. Gleichwohl sei die Krise noch lange nicht ausgestanden, so Bison: 27 Prozent (April: 36 Prozent) der Befragten geben aktuell an, in ihrer Geschäftstätigkeit „sehr stark negativ“ von der Corona-Krise betroffen zu sein. Kaum verändert hat sich zudem gegenüber der Erstbefragung die Zahl derer, die „stark negativ“ oder „negativ“ von den Corona-Auswirkungen betroffen sind: Jeweils ein Viertel der Befragten zählt sich dazu. 23 Prozent (April: zehn Prozent) fühlen sich dagegen in ihrer Geschäftstätigkeit nicht beeinträchtigt, zwei Prozent (April: null Prozent ) stellen sogar eine „sehr stark positive“ Betroffenheit durch Corona fest. An der Online-Umfrage nahmen Unternehmen aus u.a. Industrie, Gesundheitswirtschaft, Handwerk, Gastgewerbe und den personen- bzw. unternehmensbezogenen Dienstleistungen teil.


Positive Resonanz auf SWD-Beratungsqualität
„Was wir aus der Befragung ablesen, überrascht uns nicht. Es deckt sich vielmehr mit den Entwicklungen, die uns in vielen Gesprächen gespiegelt worden sind“, sagt Lidia Wygasch-Bierling, die bei der SWD auch abseits der Corona-Krise Unternehmen in Gründungs- und Expansionsfragen berät. Seit Beginn der Corona-Beschränkungen Mitte März verzeichnete die SWD per Telefon und Email weit über 500 Beratungskontakte. Die SWD-Homepage mit ständig aktualisierten Informationen zu Förderprogrammen, neuen Verordnungen und Hilfen wurde knapp 5.000 Mal angeklickt. Service, der sich auch in den Umfrageergebnissen spiegelt: 93 Prozent (im April: 84 Prozent) der Befragten fühlen sich „gut von der SWD und der Stadt Dormagen zu Förderangeboten informiert“.
Jedes zweite Unternehmen griff laut Umfrage nach der NRW-Soforthilfe, jedes fünfte machte von der Möglichkeit Gebrauch, im Rathaus die Stundung der Gewerbsteuer zu beantragen. Mit dem Zuschussprogramm für Zins- und Mietzahlungen hat die SWD gemeinsam mit dem Fachbereich Finanzen ein wirksames kommunales Instrument entwickelt, von dem 21 Prozent der im Juni Befragten profitieren.

Kostenlose Online-Seminare zu aktuellen Themen
Für Chef-Wirtschaftsförderer Michael Bison diente die Umfrage auch dem Zweck, inhaltliche Bedarfe in Sachen Beratung zu ermitteln. „Nach dem erfolgreichen Piloten in der letzten Woche werden wir in Zukunft weitere Online-Seminare anbieten, bei denen lokale Experten zu Förderprogrammen, praktischen Fragen wie etwa der Abrechnung der NRW-Soforthilfe oder zu Digitalisierungsmöglichkeiten beraten“, kündigt Bison an. Die Angebote sind selbstverständlich kostenlos. Informationen und Angebote stellt die SWD über ihre Website, per-Email Newsletter und über ihren Facebook-Account zur Verfügung. Wer regelmäßig informiert werden möchte, kann sich per Email an wirtschaftsfoerderung@swd-dormagen.de anmelden.

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