Martinus Apotheke erhält nach Umbau Gütesiegel „Einfach barrierefrei“ – langjährige Kundin im Rollstuhl kann zum ersten in der Filiale bedient werden

Als die Frau im Rollstuhl durch die Eingangstür der Martinus Apotheke fährt, lächelt sie glücklich. Obwohl sie langjährige Kundin der Zonser Apotheke ist, hat sie die Filiale noch nie von innen gesehen. Erst durch den Umbau im August kann sie mit ihrem Rollstuhl in die Apotheke an der Lessingstraße fahren, die jetzt von Bürgermeister Erik Lierenfeld mit dem Gütesiegel „Einfach barrierefrei“ ausgezeichnet wurde.

„Das war auch für uns eine sehr schöne Situation. Da wurde mir erst bewusst, wie schnell man sich ausgegrenzt fühlen kann“, sagt Inhaberin Jessica Weber. In den vergangenen Jahren konnte die Kundin nur vor der Eingangstür bedient werden. Eine Mitarbeiterin kam zu ihr hinaus, nahm ihre Rezepte und Wünsche entgegen und brachte ihr die Dinge, die sie brauchte nach draußen.

Nachdem Weber die Apotheke zehn Jahre als Filialleiterin geführt hatte, übernahm sie sie dieses Jahr. „Da ich mir immer eine Apotheke gewünscht habe, die modern und zukunftsorientiert ist, habe ich das Geschäft umbauen lassen. Ich wollte erreichen, dass Kunden beim Hereinkommen ein warmes, heimeliges Gefühl bekommen.“ Und das ist ihr auch gelungen. „Wenn ich die Martinus Apotheke betrete, fühle ich mich ein bisschen weniger krank“, sagte eine Kundin zu Weber.

Im Zuge der Umbaumaßnahmen der Räumlichkeiten wurde unter anderem eine automatische Schiebetüranlage installiert, die die Stadt Dormagen mit 1.500 Euro bezuschusst hat. Vor der Eingangstür sind eine Rampe und ein extra breiter Stellplatz angelegt worden.

Unternehmen und Institutionen, die – wie die Martinus Apotheke – Maßnahmen für mehr Barrierefreiheit treffen, werden von der Stadt mit dem „Einfach barrierefrei“-Gütesiegel ausgezeichnet. Das vom Rat mit dem Haushalt 2018 beschlossene Förderprogramm geht auf eine Initiative des Runden Tischs Barrierefreiheit zurück. „Ich freue mich über diese weitere Maßnahme, die Senioren, Menschen mit Beeinträchtigungen und Familien mit Kindern den Einkauf und die selbständige Teilhabe am Leben in Dormagen erleichtert. Mich würde es natürlich freuen, wenn von dem Projekt eine gewisse Vorbildfunktion ausginge“, sagt Belitz. Denn es stehen weiterhin Fördermittel zur Verfügung.

Anträge auf Zuschüsse zu Vorhaben, mit denen die Barrierefreiheit gefördert werden soll, können weiterhin gestellt werden. Bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten können durch den Zuschuss gedeckt werden. Die Umsetzung darf nicht vor Bewilligung begonnen werden und nicht mit Folgekosten für die Stadt verbunden sein. Der Förderbetrag – maximal 1.500 Euro je Projekt – wird nach Abschluss der Maßnahme gegen Vorlage der entsprechenden Belege ausgezahlt.

Hintergrund: Am Runden Tisch Barrierefreiheit sitzen der Seniorenbeirat der Stadt Dormagen, der Club Behinderter und ihrer Freunde (cbf Dormagen e. V.), der Sozialverband VdK Deutschland e.V., die City-Offensive, sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadt und der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen. Weitere Informationen über Kerstin Belitz von der Stabsstelle Soziale Stadt unter 02133 257 419 oder kerstin.belitz@stadt-dormagen.de.

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