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„Plastik Soup Surfer“ machte in Zons halt: Gemeinschaftsaktion gegen die Flussverschmutzung

Mit einem Surfbrett, das aus alten PET-Flaschen besteht, paddelt er seit zwei Wochen den Rhein hinunter: Mit dieser Aktion will der niederländische Umweltaktivist Merijn Tinga auf die Plastik-Verschmutzung der Flüsse und Weltmeere aufmerksam machen.

„Jedes Jahr landen mehr als 30 Tonnen Plastikmüll im Rhein – in erster Linie Flaschen und andere Verpackungen, aber auch sehr viel Mikro-Plastik zum Beispiel aus Kosmetikprodukten, das für Tiere und Pflanzen besonders gefährlich ist“, sagt der Leidener. 

Von Konstanz aus ist er inzwischen bis nach Dormagen gekommen, wo er im Bootshaus des WSC Bayer Dormagen in Zons übernachtete. Vor der Weiterfahrt am heutigen Montagmorgen gab es ein Treffen mit Bürgermeister Erik Lierenfeld. Parallel dazu machten 15 Mitarbeiter der Technischen Betriebe im Rahmen des „Social Day“ bei der Stadtverwaltung das Rheinufer sauber. „Das war ohnehin geplant und wir haben beide Umweltaktionen dann spontan miteinander verbunden“, so der Bürgermeister.

Auch die Stadt Dormagen setzt sich mit ihrem Umweltteam für die Vermeidung von Plastikmüll ein. Darüber hinaus appellierte der Bürgermeister: „Wenn sich Menschen gerade jetzt im Sommer am Rheinufer aufhalten, sollen sie doch bitte ihren Müll mitnehmen und darauf achten, dass sie keinen Schaden an Natur und Umwelt verursachen.“

Tinga konnte sich bei seinem Aufenthalt in Dormagen über ein hohes Medieninteresse freuen. So filmten allein drei Fernseh-Sender den „Plastic Soup Surfer“, der bei seiner Initiative auch von dem Wuppertaler Verein „Water Ranger“ unterstützt wird. „Ich habe jetzt noch rund 300 Kilometer vor mir“, berichtete der sympathische Niederländer. Bis Rotterdam will er den Fluss hinab fahren und dann noch weiter bis nach Leiden paddeln.