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Natur- und Umwelterlebniswoche

Mit dem Piwipper Böötchen die Natur am Rhein erkunden, Wildkräuter bestimmen, den Förster durch den Wald begleiten oder bei einer Schafsscherung und dem Pressen von Apfelsaft im Kloster Knechtsteden dabei sein – dazu lädt die „1. Dormagener Umwelt- und Naturerlebniswoche“ ein.

Vom 4. bis 10. September erwartet die Besucher ein umfangreiches Programm mit 28 Veranstaltungen, die alle eintrittsfrei sind.

„Wir freuen uns, dass unsere Idee gleich auf Anhieb soviel Anklang gefunden hat und mehr als 20 Umweltverbände und weitere Partner die neue Initiative mittragen“, sagt Klemens Diekmann, Sprecher der Lokalen Allianz Dormagen.

"Unser grünes Zuhause"

..., so lautet das Motto der Erlebniswoche, die von dem Standort-Bündnis zusammen mit dem städtischen Umweltteam organisiert wird. „Damit wollen wir auch darauf aufmerksam machen, dass wir im Rhein-Kreis Neuss die Stadt mit den meisten Naturschutzgebieten sind“, erklärt Bürgermeister Erik Lierenfeld. Von der Binnendüne „Wahler Berg“ als Teil des europäischen Naturerbes über die Rheinaue, wo ein Fünftel aller noch vorhandenen Schwarzpappeln in NRW stehen, bis zum Knechtstedener Wald verfügt Dormagen über einzigartige Naturräume. Bei spannenden Entdeckungsreisen sollen die Bürger die Flora und Fauna noch besser kennen und schätzen lernen. „Die Schirmherrschaft für die Erlebniswoche hat Landesumweltminister Johannes Remmel übernommen. Auch das ist ein tolles Signal“, sagt Umweltteam-Leiter Manfred Zingsheim.

Eröffnungsfest in Knechtsteden

Los geht das Programm am Sonntag, 4. September, mit einem Eröffnungsfest von 13 bis 18 Uhr im Knechtstedener Kulturhof. Die Biologische Station bietet hier Führungen zu den Obstwiesen und dem Ringelnatterprojekt an. Der Naturschutzbund startet Natur-Exkursionen mit dem Trecker. Der Hegering ist mit seiner „Rollen-den Waldschule“ dabei, während das Norbert-Gymnasium unter anderem in sein Fair-Trade-Café und zum Rundgang durch den Schülergarten einlädt. Dazu gibt es Falknervorführungen, die Schafsscherung und Apfelsaftherstellung, Besichtigungen des Kräutergartens und des Bienenhauses, Eselspaziergänge mit dem Eselpark in Zons, das Bauen von „Insektenhotels“ mit den Sielmanns Natur-Rangern sowie Live-Musik und zahlreiche Infostände. „Für die ganze Familie haben wir ein attraktives Programm“, sagt Diekmann.

Programm

Und das erwartet die Dormagener sonst noch bei der Umweltwoche. Ein Novum für alle Naturfreunde werden zwei Fahrten mit dem Piwipper Böötchen zum Grind zwischen Zons und Stürzelberg sein. Die Rhein-Halbinsel steht heute fast vollständig unter Naturschutz. Mit der dort erhaltenen Artenwelt von Steinkauz und Pirol bis zu Wieselsalbei und Zottiger Klappertopf werden der Zonser Biologe Norbert Grimbach und Professor Heiner Müller-Krumbhaar vom Förderverein Piwipper Böötchen die Teilnehmer vertraut machen.

© Siegrid Scheuss
© Siegrid Scheuss
© Siegrid Scheuss
© Siegrid Scheuss

Von der Wildtier-Klinik bis zum Umweltschutz im Chempark

Wer sich für moderne Forstwirtschaft und die Tiere im Wald interessiert, ist zu zwei Rundgängen mit Revierförster Theo Peters durch den Knechtstedener Wald und den Tannenbusch eingeladen. Der Verein für Wildtierpflege stellt seine „Reha-Klinik“ für verletzte Fundtiere in Nievenheim vor. Die Wanderfreunde Dormagen laden zur Wildkräuterbestimmung rund um Zons ein und die Biologische Station präsentiert zusammen mit dem Deichverband die Artenvielfalt auf den grünen Hochwasserschutzanlagen. Für Kinder und Erwachsene bietet die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald eine Führung über den neugestalteten Naturerlebnispfad im Tannenbusch an. Mit dem Fahrrad können die Bürger zudem die Dormagener Ökokonto-Flächen, die Natur in den Rheinauen und allgemein die Landschaft in Dormagen erkunden. Zum Abschluss gibt es eine Abend-Exkursion zu den Fledermäusen am Hackenbroicher Waldsee.

Umweltschutz

Auch das Thema Umweltschutz spielt im Programm eine wichtige Rolle. So kommt das Energieberatungsmobil des Landes zu Besuch auf den Rathausplatz. Bei der evd besteht ein letztes Mal die Chance, das Wasserwerk Hackenbroich zu besichtigen. 2017 endet dort die Trinkwasserförderung. Das Umweltteam organisiert eine Führung durch die Biogasanlage auf dem Conradshof. Zu den Hauptpartnern gehört ebenso der Chempark Dormagen. Er bietet in seinem Nachbarschaftsbüro eine Ausstellung zu Wertstoff-Kreisläufen in den Produktionsanlagen und einen Vortrag zur Umweltüberwachung an. Außerdem können die Bürger die Sonderabfalldeponie in Rheinfeld und die Thermische Rückstandsverbrennungsanlage besichtigen.

Für Schulklassen gibt es separate Veranstaltungen innerhalb der Erlebniswoche. Unter dem Motto „Mehr Platz für Spatz & Co“ läuft in der Zonser Touristinfo eine Ausstellung zu Tieren, die an Gebäuden brüten. Das komplette Programm kann hier oder auf www.lokale-allianz-dormagen.de heruntergeladen werden.

Programm der Natur- und Umwelterlebnis- woche