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Foto: Marcus Nikolini
Foto: Marcus Nikolini
Foto: Gisela Schaefer
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Foto: Kim Friese

Hackenbroich & Hackhausen

Die Namen Hackenbroich und Hackhausen weisen auf eine Urbanisierung der Ortschaften aus Bruchland hin. Vermutlich handelt es sich bei der Ortslage um einen frühen Altrheinarm.

Eine stolze Burg war im Mittelalter das Wahrzeichen des land- und forstwirtschaftlich geprägten Hackenbroich. Das Bauwerk wurde 1330 erstmals urkundlich als „bourch zou Hackenbroich“ erwähnt und befand sich im Besitz der Familie Salm-Reifferscheidt-Dyck.

Die Burg wurde im 18. Jahrhundert bereits einmal abgerissen und neu errichtet. Dieser spätbarocke Bau stand dann bis 1953 dort, wo sich heute die Grundschule befindet. Dann wurde die Ruine abgerissen, nachdem zuvor bereits der Torturm bei einem Unwetter eingestürzt war.
 
Um 1200 wurde die erste katholische Pfarrkirche, Alt - St. Katharina, errichtet. Von dieser romanischen Kirche sind nur die unteren Geschosse des Turms und der Chor erhalten.

1865 erfolgte ein neuromanischer Neubau, der in seinen wesentlichen Teilen heute noch besteht. 2009 ging die katholische Kirchengemeinde St. Katharina in die neue Pfarrgemeinde St. Michael, Dormagen-Süd, auf.

Die Gemeinde Hackenbroich (zusammen mit Hackhausen und Delhoven) entstand 1816. Sie gehörte zunächst zur Bürgermeisterei ab 1927 zum Amt  Dormagen. 1969 wurde Hackenbroich Stadtteil von Dormagen. Anfang der 1970er Jahre wurden Großbauprojekte im Süden des Stadtteils angestoßen, die den Ort auf doppelte Größe anwachsen ließen.

Mehrfamilienhäuser mit mehr als 3 000 Wohnungen wurden in Plattenbauweise errichtet.1980 eröffnete das Kreiskrankenhaus, seinerzeit auf der grünen Wiese im Norden des Stadtteils.

Inzwischen haben Neubaugebiete auch diese Einrichtung eingekreist.

Ganz in der Nachbarschaft liegt seit 2010 auch das Malteserstift St. Katharina, eine Einrichtung für ältere und pflegebedürftige Menschen.

Der Stadtteil Hackenbroich zählt 2010 rund 7 900, Hackhausen rund 450 Einwohner.

Im Ortsgebiet befindet sich eine Grundschule, eine Förderschule, eine Realschule und ein Gymnasium sowie vier Kindertageseinrichtungen.

Bereits auf Kölner Gebiet befindet sich an der Hackhauser Stadtgrenze das Barockschlösschen "Schloss Arff", ein Hingucker am Wald. Ringsum befinden sich Reitställe am beliebten Chorbusch.

Viele Einwohner des Ortsteils sind Mitglied in der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Hackenbroich-Hackhausen oder im Sportverein TUS Germania Hackenbroich.

Foto: Marcus Nikolini
Foto: Lidija Aschenbrenner
Foto: Stadtpressestelle