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Facebook-Live mit Bürgermeister Erik Lierenfeld und Dr. Udo Kratel

Bußgeldkatalog

Maßnahmen gegen das Coronavirus

Pressemitteilungen

Coronavirus: So arbeitet der Rat während des landesweiten Kontaktverbots

Auch wenn derzeit keine Rats- und Ausschusssitzungen stattfinden können: Meinungsvielfalt und politischer Diskurs sind auch während der Coronakrise nicht in Quarantäne. „Aber in gewohnter Form zusammenzukommen, das wäre wegen des damit verbundenen Infektionsrisikos einfach unverantwortlich“, erklärt Bürgermeister Erik Lierenfeld. „Der Schutz von Leib und Leben geht vor. Ich gehe davon aus, dass darüber in allen Fraktionen Konsens herrscht.“

In wöchentlichen Videokonferenzen mit den Fraktionsvorsitzenden informiert Verwaltungschef Lierenfeld umfassend über Maßnahmen zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus. Er stellt sich den Fragen der Politik, diskutiert und erklärt Entscheidungen. „Das Infektionsschutzgesetz setzt schließlich nicht die Meinungsfreiheit außer Kraft“, so Lierenfeld. Zudem erhalten die Mitglieder des Rats täglich ein Briefing aus dem Krisenstab, das alle wichtigen neuen Entwicklungen zusammenfasst.

Wichtig sei, dass die Verwaltung handlungsfähig bleibe. Wichtige Entscheidungen – auch zur Bewältigung der Krise oder zur Abmilderung ihrer Auswirkungen – kann der Stadtrat jeder Zeit in Form von Dringlichkeitsbeschlüssen fassen. „Der Gesetzgeber hat Dringlichkeitsbeschlüsse und künftig zudem Beschlüsse im vereinfachten Verfahren bewusst vorgesehen. Das sind Instrumente, die wir jetzt für eine begrenzte Zeit nutzen sollten“, erläutert Bürgermeister Lierenfeld.

Derzeit erhalten die Ratsfraktionen donnerstags die Dringlichkeitsentscheidungen zur Beratung. Die Fraktionsvorsitzenden haben im Anschluss daran die Möglichkeit, Fragen zu den Vorlagen der Verwaltung in einer Videokonferenz zu stellen. Insgesamt haben die Fraktionen zehn Tage Zeit für ihre Beratung. Nur wenn die Mehrheit des Stadtrates der Entscheidung zustimmt, wird der Dringlichkeitsbeschluss von Bürgermeister und dem CDU-Fraktionsvorsitzenden unterschrieben. „Die Gemeindeordnung sieht vor, dass der Bürgermeister und ein Ratsmitglied den Beschluss treffen können. In Dormagen ist es aber gelebte Praxis, dass alle Fraktionen entsprechend eingebunden sind und der Vorsitzende der größten Fraktion mit unterzeichnet“, erklärt Lierenfeld.

Den aus der Politik an ihn herangetragenen Wunsch nach Präsenz-Sitzungen nennt Lierenfeld „nachvollziehbar – zumal ja der Kommunalwahlkampf vor der Tür steht.“ Dennoch sei es wichtig, dass der Rat jetzt bewusst und geschlossen ein Zeichen setze: „Wir verlangen den Bürgerinnen und Bürgern viel ab, Unternehmen sind wegen des weitreichenden Kontaktverbots in ihrer Existenz gefährdet. In dieser Situation brauchen wir parteiübergreifenden Konsens. Der Wahlkampf muss dann eben warten.“

Der Idee, Ratssitzungen in „abgespeckter“ Form stattfinden zu lassen, erteilt Lierenfeld eine Absage: „Die Sitzungen müssen nun mal öffentlich stattfinden. Die Präsenz der Ratsmitglieder ist zwingend vorgegeben. Weder ist eine Verkleinerung möglich, noch ein Ersatzgremium vorgesehen.“ Die Kommunen entscheiden im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung selbst darüber, ob Sitzungen stattfinden. „Die Krise hat ihren Höhepunkt noch nicht erreicht. Deshalb hat für die Verwaltung das Abschneiden möglicher Infektionsketten höchste Priorität“, erklärt Erik Lierenfeld.

Wenn allerdings ein Fünftel der Ratsmitglieder oder eine Fraktion unter Angabe der zur Beratung zu stellenden Gegenstände es verlangen, ist der Rat unverzüglich einzuberufen.

Coronavirus: Ein offenes Ohr für Bürgersorgen – die Hotline der Stadt wurde bereits rund 1200 Mal kontaktiert

Nachdem der landesweite Erlass zur Schließung der Schulen und Kindergärten kam, stand die Bürger-Hotline nicht mehr still. Rund 1200 Anrufe haben die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits entgegengenommen, beantwortet oder weitervermittelt. In einem Drei-Schichten-Modell betreuen täglich wechselnd rund 15 Personen das Bürgertelefon, insgesamt haben sich 40 bis 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freiwillig gemeldet, um zu helfen.

Viele Anrufer benötigen einen Rat, wie sie ihre Situation meistern können oder sind unsicher, was noch erlaubt ist und was nicht. Andere brauchen die Hilfe von Ehrenamtlichen, da sie beispielweise nicht mehr einkaufen gehen können, sollen oder wollen. Wieder andere benötigen einfach nur ein offenes Ohr. „Es ist uns als Stadt sehr wichtig, für die Bürgerinnen und Bürger da zu sein. Es sind schwere Zeiten, die uns alle verunsichern“, sagt Renate Dixon, die gemeinsam mit Julia Stöcker die Bürger-Hotline leitet. „Wir helfen, wo wir können.“

Viele Fragen drehten sich zunächst um die Kinderbetreuung, welche Geschäfte noch geöffnet hatten und um wirtschaftliche Fragen, Sorgen und Nöte. Es folgten weitere Schließungen und das Kontaktverbot. Auch wollen viele wissen, wie sie wichtige Termine im Rathaus dennoch wahrnehmen können.

Nach zwei Wochen geht nun der Andrang etwas zurück. „Das ist ein gutes Zeichen. Viele Bürgerinnen und Bürger werden sich mittlerweile an die neue Situation gewöhnt und ihren Alltag organisiert haben“, sagt Dixon. Deshalb wurden jetzt auch die Zeiten für die Hotline angepasst.

Die Hotline ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 14 Uhr telefonisch unter 02133 257 555 erreichbar.

Coronavirus: So arbeitet der Corona-Krisenstab im Dormagener Rathaus

Notfalls wird rund um die Uhr gearbeitet: Die Stadt Dormagen hat vor zwei Wochen einen Corona-Krisenstab eingerichtet. Einmal täglich werden dort alle Informationen zusammengetragen – auch am Wochenende. Noch immer steigt die Kurve der Neuinfektionen an, wie hoch die Dunkelziffer ist, weiß niemand. „Deshalb ist es so wichtig, für einen schnellen und umfassenden Informationsfluss zu sorgen – nach innen und nach außen“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld, der den Krisenstab leitet.

Das Ziel ist klar: Die Stadt versucht sich bestmöglich auf die dynamischen Entwicklungen der Coronakrise vorzubereiten. Dabei versuchen die Mitglieder des Gremiums genau wie alle anderen, auf unmittelbaren persönlichen Kontakt zu verzichten: „Viele schalten sich in der täglichen Lagebesprechung per Videotelefonie zu“, erklärt der Bürgermeister. Die Sitzungen finden im Ratssaal statt. „So ist sichergestellt, dass diejenigen, die persönlich anwesend sind, den erforderlichen Abstand einhalten können“, so Lierenfeld weiter.
Die Mitglieder im Stab kommen praktisch aus fast allen Bereichen der Verwaltung. „Weil die Folgen von Corona alle Lebensbereiche betreffen, ist das nur folgerichtig“, sagt Lierenfeld. Mit dabei sind neben dem Ersten Beigeordneten Robert Krumbein auch Vertreter des Referats Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, der Fachbereichsleiter des Bereichs Sicherheit und Ordnung sowie Vertreter von Feuerwehr und Polizei. Den Draht zum Kreis und Nachbarkommunen hält der Bürgermeister über regelmäßige Schalten mit seinen Amtskollegen und dem Landrat. „Auch dieser Austausch ist immens wichtig, denn gerade bei Beginn des Ausbruchs mussten wir viele Entscheidungen schnell vor Ort treffen“, erläutert Bürgermeister Lierenfeld.
Zudem werden alle Stadtratsmitglieder täglich über die aktuelle Situation informiert. „Mir ist es wichtig, unser Handeln für die Fraktionen transparent zu gestalten. Die politische Gremienarbeit kann derzeit nicht in der gewohnten Form stattfinden. Umso wichtiger ist es, dass wir den Stadtrat umfassend auf andere Weise – nämlich digital – einbinden“, sagt Bürgermeister Lierenfeld.

Bei speziellen Themen können weitere Personen nach Bedarf zur täglichen Lagebesprechung hinzugezogen werden. Zum Beispiel Vertreter der Stadtbus GmbH, wenn es um Fragen rund um den ÖPNV geht. „Oder Vertreter unserer städtischen Bürger-Hotline oder dem Außendienst des Ordnungsamtes, die immer wieder Input geben, welche Fragen bei ihnen auflaufen und wo aus Sicht der Menschen Handlungsbedarf besteht“, sagt Erik Lierenfeld.

Coronavirus: Bürgermeister Erik Lierenfeld begrüßt Aussetzung der Elternbeiträge – so wird es geregelt

Schulen, Kindertagesstätten und die OGS sind wegen der Corona-Pandemie seit dem 16. März geschlossen. Daher begrüßt Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld die Entscheidung des Landes Nordrhein-Westfalen und der kommunalen Spitzenverbände, die Elternbeiträge für Kitas, Tagespflege und Offenen Ganztag im April auszusetzen. „Das ist ein wichtiger Schritt, um Familien in dieser schwierigen und ungewissen Zeit wirtschaftlich zu entlasten“, sagt Lierenfeld. Noch mindestens bis zum Ende der Osterferien bleiben Kitas, Schulen und Kindertagespflege in Dormagen geschlossen.

Diese Regelung gilt für alle Beitragspflichtigen, unabhängig davon, ob eine  Notbetreuung in Anspruch genommen wird oder nicht. Aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung erhalten die Eltern hierüber keinen neuen Beitragsbescheid.

Selbstzahler brauchen im April nichts zu überweisen. Wer die Beiträge abbuchen lässt, braucht nichts Weiteres zu unternehmen. Die Abbuchungen werden für den Monat April 2020 gestoppt. Bei Zahlung per Dauerauftrag sollte dieser für einen Monat ausgesetzt werden.

Sollten bereits Zahlungen für April erfolgt sein oder die Abbuchung aus technischen Gründen nicht gestoppt werden können, wird dies zu einem späteren Zeitpunkt verrechnet. 

Zudem wird das eigentlich für Ende März zu zahlende Mittagessensentgelt für alle städtischen Einrichtungen, die der Dormagener Sozialdienst gGmbH und die OGS-Angebote, die den Einzug der Mittagessensentgelte der Stadt übertragen haben, nicht eingezogen. Bei allen weiteren Einrichtungen entscheidet der Träger selbst, ob ein Essensentgelt gezahlt werden muss.

Sollten Schließungen über den 19. April 2020 erforderlich sein, wird der Verwaltungsvorstand die weitere Vorgehensweise erneut prüfen.

Coronavirus: Hochzeiten ab sofort nur noch ohne Angehörige möglich

Die Corona-Pandemie wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus: So sind Hochzeiten ab sofort nur noch ohne Angehörige und Gäste möglich. Die Stadt Dormagen legt heiratswilligen Paaren deshalb nahe, ihre Hochzeiten abzusagen bzw. auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. „Bei allem Verständnis für die oft langfristigen Vorplanungen: Von dem seit Montag geltenden Kontaktverbot sind selbstverständlich auch Hochzeitsgesellschaften betroffen“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld. Bei standesamtlichen Eheschließungen dürfen daher ab sofort nur noch der Standesbeamte, das Brautpaar sowie bei Bedarf ein Dolmetscher zugegen sein.

Die Stadt versucht, mit möglichst viele Fingerspitzengefühl vorzugehen – und sucht das Gespräch mit den Hochzeitspaaren: „Wir erklären den betroffenen Paaren die Situation vor dem Hintergrund des Kontaktverbots. Und legen eine Absage oder Verschiebung nahe, weil in den meisten Fällen große Feierlichkeiten geplant waren – die aber wegen der Corona-Pandemie einfach inakzeptabel sind“, erläutert der Bürgermeister.

Paare, die demnächst eine Hochzeit geplant haben, können sich über die Bürger-Hotline der Stadt unter 02133 257 555 an das Standesamt wenden und beraten lassen. Eine Rechtsberatung – zum Beispiel zu Verträgen mit der Hochzeits-Location, Caterern oder anderen Dienstleistern findet allerdings nicht statt.

Aktuelle Informationen zum Thema Coronavirus gibt es online unter www.dormagen.de/coronavirus

Coronavirus: So lief Tag eins des neuen Kontaktverbots in Dormagen

Pressemitteilung vom 23. März 2020

Um Mitternacht ist das neue Kontaktverbot der nordrhein-westfälischen Landesregierung in Kraft getreten. In Dormagen wird die Einhaltung der neuen Regeln vor allem vom städtischen Ordnungsdienst überwacht. Zuwiderhandlungen können mit einem Ordnungsgeld von 200 bis 25.000 Euro geahndet werden. „Die ersten Rückmeldungen zeigen aber, dass es ganz gut klappt“, resümiert Bürgermeister Erik Lierenfeld die ersten Stunden.

„Es macht mir Hoffnung, dass die überwältigende Mehrheit der Bürger offenbar verstanden hat, dass wir das Ansteckungsrisiko am wirksamsten minimieren, wenn wir auf enge und unmittelbare soziale Kontakte verzichten“, so Lierenfeld weiter. Aktuell ist im Rhein-Kreis Neuss bei 179 Personen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. In Dormagen gibt es 33 bestätigte Infektionsfälle.

Zahlreiche Gespräche führten die Ordnungsamtsmitarbeiter auch mit Einzelhändlern. Bei Vor-Ort-Besuchen wurden offene Fragen geklärt. Einige Märkte stellen die Wahrung des vorgeschriebenen zehn Quadratmeter großen „Sektors“ pro Kunde in den Märkten durch weniger Einkaufswagen sicher. „Die Bereitschaft, sich in dieser Situation nach immer neuen Vorschriften zu richten, ist erfreulicherweise sehr groß“, sagt Bürgermeister Lierenfeld: „Allen ist bewusst, dass es einer gemeinsamen Anstrengung bedarf, um diese Krise zu meistern.“

Weiterhin möglich bleibt ein Spaziergang an der frischen Luft. „Das ist gerade jetzt wichtig. Aber egal ob eine Runde Joggen um die Felder oder Yoga im Freien – wer draußen Sport treiben möchte, sollte das bitte alleine machen“, erklärt Erik Lierenfeld. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur allein, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet. Auch draußen ist, wo immer möglich, zu anderen Personen ein Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten.

Auch wer aktuell umzieht, sollte die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln nach Möglichkeit beachten. Zudem können natürlich weiterhin Umzugsunternehmen beauftragt werden. Zahlreiche Fragen haben die Stadt auch zum Thema Friedhöfe erreicht: Diese dürfen weiter besucht werden, jedoch nur mit maximal einer weiteren Person oder Personen aus dem gleichen Haushalt. Ein wichtiger Hinweis: Die öffentlichen Toiletten auf den Friedhöfen sind aufgrund der Infektionsgefahr geschlossen.

Wegen der stark zurückgegangenen Fahrgastzahlen hat die Stadtbus GmbH ihren Fahrplan angepasst. Ab dem heutigen Montag, 23. März, fahren die Linien WE1 und WE2 montags bis samstags ab 6 bis 20 Uhr im 60-Minuten-Takt. Sonn- und feiertags bleibt es bei den regulären Zeiten laut Fahrplan.

Bürgermeister Erik Lierenfeld beantwortet am Dienstag, 24. März, um 17 Uhr wieder live auf Facebook die Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu den Auswirkungen der Coronakrise auf Dormagen.

Alle Bürgerinnen und Bürger können sich mit ihren Fragen, Sorgen und Nöten telefonisch unter 02133 257 555 an die Bürger-Hotline der Stadt wenden. Die Hotline ist täglich von 8 bis 18 Uhr besetzt. Auch Menschen, die aufgrund ihres Alters oder sonstiger Gebrechen ihr Haus nicht verlassen können oder Hilfe benötigen, können sich dort melden.

Coronavirus: NRW schafft mit Kontaktverbot einheitliche Leitlinie für Kommunen

Pressemitteilung vom 22. März 2020

Die NRW-Landesregierung hat mit einem weitreichenden Kontaktverbot eine einheitliche Leitlinie für die Kommunen im Kampf gegen das Coronavirus vorgegeben. Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld begrüßte den Schritt: „Es ist uns – das hat dieses Wochenende gezeigt – endlich gelungen, das öffentliche Leben spürbar herunterzufahren. Das war wichtig, weil es außer unserem eigenen Verhalten derzeit kein Gegenmittel gegen das Coronavirus gibt. Mit dem heute bekanntgegebenen Kontaktverbot gehen wir diesen Weg konsequent weiter.“ Zudem sei es wichtig, auf allen Ebenen möglichst geschlossen vorzugehen: „Nur so schaffen wir das erforderliche Vertrauen in der Bevölkerung“, so Lierenfeld weiter.

Das von der Landesregierung verabschiedete Kontaktverbot wurde per Rechtsverordnung erlassen und tritt ab Montag, 23. März, in Kraft. Danach werden Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen untersagt. Ausgenommen davon sind Verwandte in gerader Linie, Ehegatten, Lebenspartnerinnen und Lebenspartner sowie in häuslicher Gemeinschaft lebende Personen, die Begleitung minderjähriger und unterstützungsbedürftiger Personen sowie zwingend notwendige Zusammenkünfte aus geschäftlichen, beruflichen und dienstlichen sowie aus prüfungs- und betreuungsrelevanten Gründen. Die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs bleibt zulässig.
 
Zur Umsetzung der Rechtsverordnung sind die zuständigen Behörden gehalten, die Bestimmungen energisch, konsequent und, wo nötig, auch mit Zwangsmitteln durchzusetzen. Dabei werden sie von der Polizei unterstützt. Verstöße werden als Ordnungswidrigkeiten mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro und als Straftaten mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren verfolgt. Die zuständigen Behörden sind gehalten, Geldbußen auf mindestens 200 Euro festzusetzen.
 
Neben dem weitreichenden individuellen Kontaktverbot hat die Landesregierung weitere Restriktionen beschlossen. Hier einige zentrale Änderungen im Überblick:

 

Stationäre Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen

Besuche sind grundsätzlich untersagt, wenn sie nicht der medizinischen oder pflegerischen Versorgung dienen oder aus Rechtsgründen erforderlich sind. Die Einrichtungsleitung soll Ausnahmen unter Schutzmaßnahmen und nach Hygieneunterweisung zulassen, wenn es medizinisch oder ethisch-sozial geboten ist (z.B. auf Geburts- und Kinderstationen sowie bei Palliativpatienten).

Handwerk, Dienstleistungsgewerbe

Handwerker und Dienstleister können ihrer Tätigkeit mit Vorkehrungen zum Schutz vor Infektionen weiterhin nachgehen. Augenoptikern, Hörgeräteakustikern, orthopädischen Schuhmachern und anderen Handwerkern mit Geschäftslokal ist dort aber der Verkauf von nicht mit handwerklichen Leistungen verbundenen Waren untersagt; ausgenommen ist notwendiges Zubehör. Dienstleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern von Mensch zu Mensch nicht eingehalten werden kann (insbesondere von Friseuren, Nagelstudios, Tätowierern, Massagesalons), sind untersagt. Therapeutische Berufsausübungen, insbesondere von Physio- und Ergotherapeuten, bleiben gestattet, soweit die medizinische Notwendigkeit der Behandlung durch ein ärztliches Attest nachgewiesen wird und strenge Schutzmaßnahmen vor Infektionen getroffen werden.

Handel

Der Betrieb von Bau- und Gartenbaumärkten bleibt zur Versorgung von Gewerbetreibenden und Handwerkern zulässig. Anderen Personen darf der Zutritt nur gestattet werden, wenn zum Schutz vor Infektionen geeignete Vorkehrungen getroffen sind (insbesondere Maßnahmen zur Sicherstellung von Mindestabständen und Schutzvorrichtungen für das Kassenpersonal), unter diesen Voraussetzungen dürfen auch Floristen ihren Betrieb fortsetzen.

Gastronomie

Der Betrieb von Restaurants, Gaststätten, Imbissen, Mensen, Kantinen und anderen gastronomischen Einrichtungen ist untersagt.
Die Belieferung mit Speisen und Getränken sowie der Außer-Haus-Verkauf ist zulässig, wenn die zum Schutz vor Infektionen erforderlichen Abstände eingehalten werden. Der Verzehr ist in einem Umkreis von 50 Metern um die gastronomische Einrichtung untersagt.

Veranstaltungen, Versammlungen, Gottesdienste, Beerdigungen

Veranstaltungen und Versammlungen sind untersagt. Ausgenommen sind Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfür- und -vorsorge (insbesondere Blutspendetermine) zu dienen bestimmt sind. Versammlungen zur Religionsausübung unterbleiben; Kirchen, Islam-Verbände und jüdische Verbände haben entsprechende Erklärungen abgegeben.
Zulässig sind Erd- und Urnenbestattungen sowie Totengebete im engsten Familien- und Freundeskreis.

Bürgermeister Erik Lierenfeld appelliert abermals an alle Dormagenerinnen und Dormagener, „jetzt mitzuziehen. Das sind keine Handlungsempfehlungen, sondern verbindliche Regeln, nach denen wir jetzt alle mindestens in den nächsten zwei Wochen zu leben haben.“ Lierenfeld warb zudem dafür, sich über die Kanäle der Stadt Dormagen sowie „seriöse Medien, die ihr Handwerk verstehen", zu informieren. Insbesondere über die sozialen Netzwerke kursierten immer wieder Gerüchte, Halbwahrheiten und bewusst gestreute fake news. „Wir als Stadt werden jedenfalls versuchen, Sie möglichst schnell, umfassend und transparent über alle neuen Entwicklungen zum Thema Coronavirus auf dem Laufenden zu halten.“

Außerdem appelliert der Bürgermeister an alle Mitbürgerinnen und Mitbürger Falschmeldungen bei Polizei oder Ordnungsamt zu unterlassen: „Wir bekommen Anrufe über Versammlungen, zwei Minuten später treffen die Kollegen ein und es ist niemand dort. Das behindert uns in unserer Arbeit massiv!“
 

Coronavirus: Ausweitung der Notbetreuung in Schulen und Kitas auch in Dormagen

Pressemitteilung vom 22. März 2020

 

Der Anspruch auf die Notbetreuung von Kindern in Kindertagesstätten, in der Kindertagespflege und in den Schulklasse 1 bis 6 soll ausgeweitet werden. Diese Entscheidung haben das NRW-Schulministerium und das NRW-Familienministerium jetzt mitgeteilt. Auf den entsprechenden Erlass warten die Kommunen aktuell. Die Stadt Dormagen wird gemeinsam mit den Trägern dem Vorschlag des Landes für die Kitas folgen. Somit besteht dann ein Betreuungsanspruch, sobald ein Elternteil beruflich eine sogenannte Schlüsselposition bekleidet. Bisher mussten beide Elternteile einer speziellen Berufsgruppe angehören. Auch eine Betreuung an den Wochenenden wird im Zuge dessen sichergestellt.

„Diese Maßnahme ist notwendig, da unsere Erfahrungen der vergangenen Tage gezeigt haben, dass durch den Betreuungsengpass auch viele Pflegekräfte, Krankenpfleger und Ärzte zu Hause geblieben sind“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld. „Das ist in dieser Krise fatal. Wir brauchen jetzt so viel medizinisches Fachpersonal wie möglich, um die Krise gemeinsam zu meistern. Durch die neue Regelung können wir so dafür sorgen und gleichzeitig eine Entlastung in den Familien schaffen.“

Lierenfeld betont aber, mit dieser Regelung maßvoll umzugehen. „Unser oberstes Ziel bleibt weiterhin die Eindämmung des Virus. Nur wer wirklich keine andere Möglichkeit hat, sollte die Notbetreuung in Anspruch nehmen. Bitte gehen Sie gemeinsam mit Ihrem Arbeitgeber verantwortungsvoll mit dem Angebot um."

Betroffene Eltern wenden sich weiterhin per E-Mail an schule.notbetreuung[@]stadt-dormagen.de und kita.notbetreuung[@]stadt-dormagen.de oder telefonisch an die Bürgerhotline unter 02133 257 555 und müssen Nachweise vom Arbeitgeber beibringen. Sie erhalten dann eine entsprechende Nachricht durch den Träger.

Coronavirus: Was die Maßnahmen zum Infektionsschutz konkret bedeuten

Pressemitteilung vom 18. März 2020

Die Straßen werden leerer, die Büros auch: Das Coronavirus hat unseren Alltag bereits spürbar verändert. In Dormagen gibt es inzwischen zwei bestätigte Infektionsfälle. „Die schnelle Verbreitung macht vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern Angst. Deshalb möchten wir als Stadt weiterhin klar, fundiert und transparent informieren“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld.
Gerade mit Blick auf die von der Landesregierung angeordneten Maßnahmen zur Begrenzung der Corona-Pandemie gibt es zahlreiche Fragen – insbesondere von Geschäftsinhabern und Gastronomen. „Diese Situation hat es noch nie gegeben. Deshalb gibt es dafür auch kein Handbuch. Wir versuchen aber, die Maßnahmen bestmöglich zu erklären – und bitten um Verständnis, wenn nicht immer alles sofort klar ist“, wirbt Lierenfeld für Verständnis.
Die klare Zielrichtung aller im Kampf gegen das Coronavirus getroffenen Maßnahmen ist es, persönliche Kontakte auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. „Im Zweifel legt die Stadt Dormagen Regelungen daher streng aus“, erklärt der Bürgermeister.


Einzelhandel nur zur Sicherung der Grundversorgung
Verkaufsstellen des Einzelhandels schließen, es sei denn, es handelt sich um Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungshandel, Bau, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und Großhandelsbetriebe. Auch Dienstleister und Handwerker können ihrer Tätigkeit weiter nachgehen.
Das bedeutet, dass zum Beispiel alle Oberbekleidungsgeschäfte, Schmuck- und Uhrengeschäfte und Blumengeschäfte geschlossen haben. Unter Dienstleistungen fallen Angebote, die zur Sicherstellung der Grundversorgung der Bevölkerung dienen. Das sind vor allem Dienstleistungen des täglichen Bedarfs, die ohne das Zusammenkommen großer Gruppen erbracht werden können. Dazu zählen insbesondere die Tätigkeiten der freien Berufe wie Rechtsanwälte, Steuerberater, Architekten und Ingenieure. Auch Autowerkstätten sowie der Autohandel fallen unter den Begriff der Dienstleister. Fahrschulen hingegen sind ab sofort zu schließen.


Cafés schließen
Unter Cafés sind auch Eiscafés und Eisdielen – einschließlich des Thekenverkaufs –  zu verstehen. Bei der Abgrenzung zu Restaurants kommt es darauf an, wo der Schwerpunkt des Angebots liegt. Geöffnet bleiben einzig Speiselokale, bei denen der Angebotsschwerpunkt auf der Zubereitung von Mahlzeiten liegt. Das Verweilen in Restaurants ist möglichst zu unterlassen. „Die Menschen sollen dort ihr Essen zu sich nehmen –  aber nicht dort statt im Café nebenan sitzen und ihren Kaffee trinken. Das wäre schlicht widersinnig“, so Lierenfeld.
Der Bürgermeister betonte abermals, dass es jetzt an jedem Einzelnen sei, verantwortlich zu handeln: „Wer jetzt noch ohne triftigen Grund unter Menschen ist, schadet allen. Deshalb rufe ich dazu auf, auch private Feiern jetzt konsequent abzusagen.“


Hilfen für die Wirtschaft
Die Coronakrise stellt die Dormagener Wirtschaft vor große Probleme. „Als Stadt werden wir daher in Anlehnung an das von der Bundesregierung bereits beschlossene Maßnahmenpaket ebenfalls schnell und unbürokratisch Hilfe anbieten, um schwierige finanzielle Situationen bewältigen zu können“, sagt Lierenfeld.
Nicht zuletzt zum Schutz der Dormagener Arbeitsplätze werden Anträge auf Herabsetzung von Gewerbesteuervorauszahlungen ab sofort bevorzugt bearbeitet und bewilligt. Stundungsanträgen wird großzügig, für vier Monate zunächst zinslos, entsprochen. Sollten im Einzelfall seitens der Stadt Bedenken bestehen, einem Antrag zu entsprechen, wird die Verwaltung auf die Antragsteller zugehen. Verspätungszuschläge werden vorerst nicht mehr festgesetzt. „Da wir mit einer Vielzahl von Anträgen rechnen, bitte ich von Anfragen abzusehen. Die Kolleginnen und Kollegen werden mit Hochdruck arbeiten und den Antragstellern dann antworten.“

Coronavirus: Was Sie jetzt beachten müssen

Pressemitteilung vom 17. März 2020

Seit Wochenbeginn überschlagen sich die Meldungen zum Coronavirus und den zur Vermeidung der weiteren Ausbreitung ergriffenen Maßnahmen. Es gibt mittlerweile die ersten bestätigten Fälle in Dormagen. „Dennoch wird die Krise offenbar noch immer unterschätzt“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld. „Die wirksamste Maßnahme, um Infektionen zu verringern ist es, die Distanz zwischen den Menschen zu erhöhen. Das ist bislang leider noch nicht in dem Maße gelungen, wie es notwendig wäre. Deshalb noch einmal mein Appell: Bleiben Sie zuhause! Vermeiden Sie soziale Kontakte soweit das irgendwie möglich ist. Handeln Sie verantwortungsvoll und schützen Sie diejenigen, die besonders gefährdet sind: Lebensältere und vorerkrankte Mitbürger.“

Klar ist, dass die Coronakrise unseren Alltag auf unbestimmte Zeit verändern wird. Hier ein Überblick über die aktuellen Maßnahmen:

Rathaus und Politik

Ab Dienstag, 17. März, ist die gesamte Stadtverwaltung einschließlich aller städtischen Einrichtungen für den Publikumsverkehr geschlossen. Bei dringenden Anliegen können die Dormagener Bürgerinnen und Bürger telefonisch bei der Bürger-Hotline unter 02133 257 555 oder per E-Mail antermin[@]stadt-dormagen.de einen Terminwunsch hinterlegen. Die zuständigen Fachbereiche werden nach Dringlichkeit entsprechende Termine für Behördengänge vergeben. Alle Sitzungen der politischen Gremien und Arbeitskreise werden zunächst bis zum Ende der Osterferien ausgesetzt.

Schule, Kitas und Kindertagesbetreuung

Seit Montag, 16. März, sind alle Schulen und Kitas vorerst bis zum 19. April geschlossen. Lediglich für Kinder einer speziellen Personengruppe, die beruflich Verantwortung für die kritische Infrastruktur in der Coronakrise tragen, wird eine Notbetreuung angeboten. Eltern, die eine Notbetreuung brauchen, können sich ebenfalls telefonisch bei der Bürgerhotline melden oder eine Mail an kita.notbetreuung[@]stadt-dormagen.de, bzw. schule.notbetreuung[@]stadt-dormagen.de schreiben. Die Stadt Dormagen geht davon aus, dass die Rückerstattung von Gebühren für die Dauer der Schließung landeseinheitlich geregelt wird.

Öffentliche Verkehrsmittel

Der öffentliche Personennahverkehr wird reduziert. Schulbusse fahren ab Mittwoch, 18. März, gar nicht mehr. Der Gesamtfahrplan wird ab Montag, 23. März, auf den Wochenendfahrplan umgestellt, das bedeutet: Der Stadtbus fährt dann im 30-Minuten-Takt mit den Linie WE1 und WE2 – allerdings ab 6 Uhr morgens. Der Nachtexpress fährt nur noch bis 24 Uhr. Das Kundencenter der Stadtbus GmbH ist auch bereits geschlossen. Tickets gibt es nur noch online oder am Automaten.

Einkaufen

Geöffnet bleibt der Einzelhandel für Lebensmittel. Auch Apotheken, Drogerien, Tankstellen, Banken, Lieferdienste, Poststellen und weitere Einrichtungen sollen geöffnet bleiben. Dies erfolgt unter Auflagen zur Hygiene, außerdem soll der Zutritt gesteuert und Warteschlangen vermieden werden. Gegebenenfalls werden Sonntagverkaufsverbote ausgesetzt, um den Andrang weiter zu entzerren. Dienstleister und Handwerker können ihrer Tätigkeit weiterhin nachgehen. Auch alle Einrichtungen des Gesundheitswesens bleiben unter Beachtung der gestiegenen hygienischen Anforderungen geöffnet.

Für „Hamsterkäufe“ bestehe kein Anlass: „Die Lebensmittelversorgung ist sichergestellt, deshalb müssen die Regale nicht leergekauft werden. Andere wollen ja auch noch einkaufen“, betont Lierenfeld und appelliert an die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger.

Freizeit

Alle öffentlichen Veranstaltungen sind unabhängig vom Veranstalter bis zum 19. April untersagt. Das Kulturbüro der Stadt Dormagen bietet Ticketkäufern die Möglichkeit, ihre Karten gegen Erstattung des Kaufpreises zurückzugeben. Weitere Informationen gibt es unter 02133 257 338 oder per E-Mail an kulturbuero[@]stadt-dormagen.de.

Für den Publikumsverkehr geschlossen sind Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen. Darüber hinaus werden Theater, Museen, Messen, Ausstellungen, Freizeit- und Tierparks – hiervon ist auch der Tannenbusch betroffen, der ab sofort geschlossen ist –  sowie alle weiteren Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen) den Betrieb einstellen. Auch Sporteinrichtungen, Fitnessstudios, Schwimm- und Spaßbäder und Spielplätze in Dormagen sind von den Schließungen betroffen.

Restaurants werden spätestens um 15 Uhr geschlossen. Es gelten Auflagen, um das Risiko einer Verbreitung des Coronavirus zu minimieren, etwa durch Abstandsregelung für die Tische oder eine Beschränkung der Besucherzahl. Zudem müssen die Gästedaten erfasst werden. Übernachtungsangebote dürfen nicht mehr zu touristischen Zwecken genutzt werden. Besuche unter anderem in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sollen beschränkt werden.

Die Einhaltung dieser Regelungen wird ab sofort von der Stadt kontrolliert.

Wirtschaft

Für die Wirtschaft geht die Umsetzung dieser Maßnahmen mit erheblichen, teils existenzgefährdenden Umsatzeinbußen einher. „Das ist uns bewusst. An erster Stelle steht jetzt allerdings die Gesundheit der Bevölkerung. Die Bundesregierung hat deutlich gemacht, das für Unternehmen alles getan wird, was nötig ist, um sie zu retten. Wir stimmen im Rhein-Kreis Neuss aktuell weitere mögliche Maßnahmen ab“, so Lierenfeld. Der Rhein-Kreis Neuss hat auf seiner Homepage einen aktuellen Überblick zu Soforthilfen für Unternehmen zusammengestellt.

Bürger-Hotline

Alle Bürgerinnen und Bürger können sich mit ihren Fragen, Sorgen und Nöten telefonisch unter 02133 257 555 an die Bürger-Hotline der Stadt wenden. Die Hotline ist täglich von 8 bis 18 Uhr besetzt. Auch Menschen, die aufgrund ihres Alters oder sonstiger Gebrechen ihr Haus nicht verlassen können oder Hilfe benötigen, können sich dort melden.

Coronavirus: Erster bestätigter Infektionsfall in Dormagen – Weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens

Pressemitteilung vom 16. März 2020

Das Gesundheitsamt des Rhein-Kreises Neuss meldet den ersten bestätigten Coronavirus-Infektionsfall in Dormagen. Die Stadt Dormagen hat in den zurückliegenden Tagen bereits umfangreiche Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung getroffen. Heute wurden weitere erhebliche Einschränkungen beschlossen. „Wir gehen noch einen Schritt weiter, um die Infektionsketten so gut es geht einzudämmen“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld. „Wir müssen Zeit gewinnen. Das bedeutet noch intensivere Einschnitte im täglichen Leben. Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger darum, verantwortlich zu handeln: Bleiben Sie zu Hause! Halten Sie Abstand und verzichten Sie auf alle sozialen Interaktionen, die nicht unbedingt erforderlich sind!“

Der öffentliche Personennahverkehr wird reduziert. Schulbusse fahren ab Mittwoch gar nicht mehr. Der Gesamtfahrplan wird ab Montag, 23. März, auf den WE-Plan umgestellt, das bedeutet: Der Stadtbus fährt im 30-Minuten-Takt. Der Nachtexpress fährt nur noch bis 24 Uhr. Senioreneinrichtungen und Begegnungszentren werden ab sofort geschlossen. Trauungen sollen – wenn möglich – verschoben werden. Einstweilen finden noch Hochzeiten statt, an denen aber höchstens zehn Personen teilnehmen dürfen und bei denen genügend Abstand zu halten ist.

Die Tourist-Info in Zons ist geschlossen, alle Führungen durch Zons werden abgesagt. Der städtische Mängelmelder wird nur noch bearbeitet, soweit die gemeldeten Mängel eine unmittelbare Gefahr darstellen.

Auch Trauerhallen bleiben ab sofort geschlossen. Urnenbeisetzungen auf den städtischen Friedhöfen werden ab nächster Woche nur noch ohne Angehörige durchgeführt.

Ehrungsbesuche bei Alters- und Ehejubilaren werden ebenfalls ausgesetzt. „Natürlich werden auch alle weiteren am Sonntag von der Landesregierung beschlossenen Regelungen umgesetzt“, betonte Lierenfeld.

Noch am Sonntag wurden durch Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales nahezu alle Freizeit-, Sport-, Unterhaltungs- und Bildungsangebote im Land eingestellt. So müssen bereits ab Montag alle so genannten „Amüsierbetriebe“ wie zum Beispiel Bars, Clubs, Diskotheken, Spielhallen, Theater, Kinos, Museen schließen. Eine gleiche Regelung ergeht für Prostitutionsbetriebe.

Ab Dienstag ist dann auch der Betrieb von Fitness-Studios, Schwimm- und Spaßbädern sowie Saunen untersagt. Ebenso ab Dienstag sind Zusammenkünfte in Sportvereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich nicht mehr gestattet.

Der Zutritt zu Einrichtungshäusern und Einkaufszentren soll nur zur Deckung des dringenden Bedarfs unter strengen Auflagen erlaubt sein – nicht zuletzt auch um zu vermeiden, dass sich Schülerinnen und Schüler nach den Schulschließungen ab Montag hier in größeren Gruppen versammeln.

Die Schließungen und Auflagen sollen unabhängig von der jeweiligen Trägerschaft oder von den Eigentumsverhältnissen gelten. Die Umsetzung dieser von der Landesregierung verfügten Schließungen werde selbstverständlich durch städtische Mitarbeiter begleitet und kontrolliert, wie Lierenfeld ankündigte.

Die Stadt behält sich weitergehende Maßnahmen ausdrücklich vor: „Ich appelliere an die Vernunft jedes Einzelnen, sich so zu verhalten, dass andere, insbesondere ältere und vorerkrankte Mitmenschen, keiner unnötigen Gefahr ausgesetzt werden“, erklärt Bürgermeister Lierenfeld: „Wenn ich aber sehe, dass Spielplätze völlig überfüllt sind und sich die Menschen dicht an dicht durch den Tannenbusch schieben, dann werden wir auch diese Orte schließen.“

Lob und Dank richtet Lierenfeld an all jene, die sich bereits als Helfer angeboten haben. „Wir haben am Wochenende über die Bürger-Hotline bereits viele Hilfsangebote erhalten – zum Beispiel was die Erledigung von Einkäufen für ältere Mitmenschen angeht. Das versuchen wir jetzt so zu koordinieren, dass möglichst viele davon profitieren“, so der Bürgermeister. Im Übrigen seien „Hamsterkäufe“ weiterhin unangebracht: „Die Lebensmittelversorgung ist sichergestellt, deshalb müssen die Regale nicht leergekauft werden. Andere wollen ja auch noch einkaufen.“

Alle aktuellen Informationen zum Thema Coronavirus gibt es im Internet unter www.dormagen.de/coronavirus oder telefonisch über die Bürger-Hotline der Stadt Dormagen (02133 257 555, täglich von 8 bis 18 Uhr).

Bürgermeister Erik Lierenfeld steht am heutigen Montag, 16. März, ab 15 Uhr bei Facebook-Live für Fragen der Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung.

Coronavirus: Stadt Dormagen trifft weitreichende Schutzmaßnahmen

Pressemitteilung vom 14. März 2020

Die Stadt Dormagen hat nach der Absage aller städtischen Veranstaltungen und der Schließung von Kitas und Schulen heute weitere Schutzmaßnahmen getroffen, um die Ausbreitung des Coronavirus möglichst zu verlangsamen. Die gesamte Stadtverwaltung schließt ab Dienstag, 17. März, für den Publikumsverkehr. Behördengänge sind dann nur noch nach vorheriger Terminabsprache möglich. Auch sämtliche Kultureinrichtungen der Stadt sind ab sofort geschlossen. Das gilt für die Stadtbibliothek, Musikschule und VHS ebenso wie für das gesamte Kulturhaus und die Kulturhalle. Zudem sind das Stadtbad sowie alle Sportanlagen, Turnhallen und sonstigen städtischen Veranstaltungsräume von den Schließungen betroffen.
„Dormagen fährt runter. Das öffentliche, private und berufliche Leben wie wir es aus unserem Alltag kennen, wird in den nächsten Wochen nicht mehr stattfinden“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld. Die Schließungen seien „nicht nur ein Gebot der Vernunft und die dringende Empfehlung aller Experten, sondern Ausdruck von Solidarität und Gemeinschaftssinn“, so Lierenfeld weiter: „Wir müssen gemeinsam versuchen, die Zahl der gleichzeitig Erkrankten so gering wie möglich zu halten.“
Mit der Stadtbus GmbH und der Energieversorgung Dormagen GmbH (evd) schließen auch zwei Stadttöchter ab sofort ihre Kundencenter. Der Bürgermeister kündigte zudem an, dass alle Ausschuss- und Ratssitzungen abgesagt werden.
Alle Bürgerinnen und Bürger sowie Stadtbus- und evd-Kunden können sich mit ihren Fragen, Sorgen und Nöten unter 02133 257 555 an die Bürger-Hotline der Stadt wenden. Diese ist ab sofort täglich von 8 bis 18 Uhr besetzt.


Bürgermeister Erik Lierenfeld zeigte Verständnis für die Sorgen, die Wirtschaft, Einzelhandel und Gastronomie angesichts der zu erwartenden Umsatzeinbußen plagen. „Ich werde dem Stadtrat deshalb vorschlagen, dass wir Gebühren erlassen und mich außerdem dafür stark machen, dass Bund und Land schnell durch zinslose Kredite unterstützen. Es stehen Arbeitsplätze auf dem Spiel“, so Lierenfeld.
Bürgerinnen und Bürger, die aufgrund ihres Alters oder sonstiger Gebrechen ihr Haus nicht verlassen können oder Hilfe benötigen, können sich ebenfalls an die Bürgerhotline wenden. Die Stadt wird – gemeinsam mit Ehrenamtlern – versuchen, im Alltag zu helfen – zum Beispiel mit Einkäufen.
Bürgermeister Erik Lierenfeld steht am Montag, 16. März, ab 15 Uhr live auf Facebook für Bürgerfragen zum Thema Coronavirus zur Verfügung.

Coronavirus: Dormagener Schulen und Kitas ab Montag geschlossen

Pressemitteilung vom 13. März 2020

Alle Schulen in Dormagen werden ab Montag, 16. März, bis zum 19. April geschlossen. Das hat die nordrhein-westfälische Landesregierung heute beschlossen. „Bereits am Montag wird der Unterricht in den Schulen eingestellt. Es gibt dann keine Schulpflicht mehr“, erklärt Robert Krumbein, Erster Beigeordneter der Stadt Dormagen. Bis einschließlich Dienstag, 17. März, haben die Schuleltern Gelegenheit, sich auf diese Situation einzustellen. Am Montag und Dienstag stellen die Schulen eine Betreuung sicher.

Die Kindertagesstätten der Stadt und der Dormagener Sozialdienst GmbH bieten am Montag nur noch einen Notdienst an. „Wir sorgen dafür, dass die Eltern in den Schulen und Kitas Ansprechpartner haben, um kurzfristig Lösungen für etwaige Betreuungsprobleme zu finden.“

„Dort, wo die Eltern beruflich Verantwortung für die kritische Infrastruktur in der Coronakrise tragen, also zum Beispiel im Gesundheitssektor oder in Sicherheitsbehörden, wird auch weiterhin die Kinderbetreuung sichergestellt“, erklärt Krumbein. Für die genaue Bedarfsermittlung stellt die Stadt ab Montag auch eine Online-Plattform auf ihrer Homepage bereit.

Der Verwaltungsvorstand der Stadt Dormagen wird zudem am Samstag über weitere Maßnahmen entscheiden. So sollen das Stadtbad, die Stadtbibliothek, Musik- und Volkshochschule ebenfalls kurzfristig geschlossen werden. Der Publikumsverkehr in den Rathäusern wird erheblich eingeschränkt. „Wir müssen jetzt in allen Bereichen dafür sorgen, soziale Kontakte zu vermeiden: in unserem privaten, beruflichen und öffentlichen Umfeld“, betont Beigeordneter Krumbein: „Um die Zahl der gleichzeitig Erkrankten so gering wie möglich zu halten, müssen wir alle einen Beitrag leisten.“

Eltern, die beruflich in infrastrukturkritischen Bereichen arbeiten und keine andere Betreuungsmöglichkeit haben, können sich ab sofort unter kita.notbetreuung[@]stadt-dormagen.de oder schule.notbetreuung[@]stadt-dormagen.de melden.

Coronavirus: Dormagen sagt alle städtischen Veranstaltungen ab

Pressemitteilung vom 11. März 2020

Die Stadt Dormagen sagt alle städtischen Veranstaltungen bis auf weiteres ab. „Um zu verhindern, dass sich das Coronavirus weiterhin so schnell ausbreitet, müssen wir unser soziales Leben und gesellschaftliche Aktivitäten einschränken“, sagt Robert Krumbein, Erster Beigeordneter der Stadt Dormagen. In Deutschland steigt die Zahl der Neuinfektionen weiter. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts sind derzeit 1.296 Menschen infiziert – die meisten davon in Nordrhein-Westfalen. „Wir stehen am Anfang der Epidemie. Deshalb haben wir uns als Stadt dazu entschieden, alle größeren Veranstaltungen abzusagen. Und appellieren zunächst an alle anderen Veranstalter, es uns gleichzutun“, so Krumbein weiter.


Von den Absagen betroffen sind auch Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. „Der Kampf gegen das Virus ist in eine neue Phase übergegangen, deshalb ist es eine bewusste Entscheidung, im Zweifel auch kleinere Veranstaltungen abzusagen. Denn auch dort herrscht eine latente Infektionsgefahr“, erklärt Krumbein. Die vom Kulturbüro der Stadt veranstaltete „Tork-Show“ am Freitag, 13. März, entfällt ebenso wie der große Frühjahrsputz am Samstag, 14. März. Über mögliche Ersatztermine informiert die Stadt zu einem späteren Zeitpunkt.
Zunächst sind von der Entscheidung alle Veranstaltungen bis zum 19. April betroffen. „Da die Lage sich dynamisch entwickelt, werden wir ständig Neubewertungen vornehmen – in enger Abstimmung mit dem Rhein-Kreis Neuss. Und in Anlehnung an die Einschätzungen und Empfehlungen der Landes- und Bundesbehörden sowie des Robert-Koch-Instituts“, so Robert Krumbein.
Umarmt man sich besser nicht mehr zur Begrüßung? Was ist mit Schwimmbadbesuchen, Geburtstagsfeiern oder Essen im Restaurant? Um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, sei das Verhalten jedes Einzelnen entscheidend, betont Krumbein. Weder Panik noch unreflektierte Gelassenheit seien jetzt geboten: „In vielen Situationen müssen wir eigenverantwortlich entscheiden. Und diese Abwägung im Alltag kann uns keine Regierung abnehmen, da müssen wir selbst vernünftig und solidarisch handeln.“

Neben dem Sauberhaft-Tag und der Tork-Show werden im März außerdem abgesagt: Die Veranstaltung „Gesicht zeigen – Stimme erheben“ am 20. März in der BvA-Aula, die Aufführung von „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ des Rheinischen Landestheaters am 20. März in der Aula des Norbert-Gymnasiums Knechtsteden, der Auftritt von Katie Freudenschuss mit ihrem Programm „Einfach Compli-Katie!“ am 21. März in der Kulturhalle, der Instrumenten-Tag der Musikschule am 28. März.


Der Veranstaltungskalender der Stadt bietet einen ständig aktualisierten Überblick über alle abgesagten Termine: www.dormagen.de/tourismus-freizeit/feste-veranstaltungen/.

Das Kulturbüro der Stadt Dormagen bietet Ticketkäufern die Möglichkeit, ihre Karten gegen Erstattung des Kaufpreises zurückzugeben. Weitere Informationen unter 02133 257 338 oder per Mail an olaf.moll[@]stadt-dormagen.de.

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Die Stadt Dormagen weist auf die aktuellen Informationen des Robert Koch-Instituts zu SARS-CoV-2 hin:
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html

Für wichtige Fragen hat das Kreis-Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 02181 601 7777 eine auch am Wochenende besetzte Hotline eingerichtet. Diese ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 18 Uhr erreichbar.

Hygienetipps

Keime wie Bakterien, Viren oder Pilze finden sich überall in der Umwelt. Viele besiedeln auch unseren Körper – die meisten sind für uns harmlos. Manche können jedoch auch krank machen. Krankheitserreger können von Mensch zu Mensch, über die Hände oder gemeinsam benutzte Gegenstände weiterverbreitet werden. Einfache Hygienemaßnahmen tragen im Alltag dazu bei, sich und andere vor ansteckenden Infektionskrankheiten zu schützen.

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