Denkmalschutz

Die Untere Denkmalbehörde der Stadt Dormagen kümmert sich in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Eigentümern um die Pflege und den Erhalt der mehr als 180 Bau- und Bodendenkmäler in Dormagen.

Sie ist erster Ansprechpartner für Erlaubnisse, die bei Veränderungen oder Instandsetzungen von Denkmälern erforderlich sind. Dies gilt auch dann, wenn Entscheidungen beispielsweise in die Zuständigkeit der Oberen Denkmalbehörde beim Kreis fallen oder das LVR-Amt für Denkmalpflege fachlich einbezogen werden muss. Bei Fragen der Eigentümer berät die Untere Denkmalbehörde gern. Oft empfiehlt es sich, sie schon sehr frühzeitig in ein Vorhaben einzubeziehen.

Die Untere Denkmalbehörde kümmert sich um Fördermittel für Denkmaleigentümer und erteilt Steuerbescheinigungen für Aufwendungen an Denkmälern.

Auch Eintragungen in die Denkmalliste werden von der Unteren Denkmalbehörde vorgenommen. Hier befinden sich die Denkmalakten mit Plänen, Schriftverkehr, Fotos und weiteren Unterlagen zu den Objekten.

Neben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Unteren Denkmalbehörden sind auch ehrenamtlich Beauftragte für Denkmalpflege Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, die sich beispielsweise um den Erhalt eines Denkmals sorgen (§ 30 DSchG NW). Sie werden im Benehmen mit dem zuständigen Landschaftsverband von den Kommunen für je fünf Jahre bestimmt. Die ehrenamtlichen Beauftragten beobachten die örtlichen Vorhaben, Planungen und Vorgänge, die die Interessen der Denkmalpflege berühren, und vermitteln Informationen an die Denkmalbehörden.  

Kontakt: 
Harald Schlimgen Tel.: 02133/257-3000 oder

Diana Drillen Tel. 02133/257-3031 oder

Diana Alkert Tel. 02133/257-3023

E-Mail: denkmalschutz[@]stadt-dormagen.de 
 

Weitere Links zum Denkmalschutz:

 

Denkmaltag 2026

Am Sonntag, 13. September, findet der bundesweite Tag des offenen Denkmals statt. Auch in Dormagen öffnen dann insgesamt 18 historische Orte ihre Türen. Die Auswahl reicht von barocker Altarkunst über das römische Welterbe bis zum mittelalterlichen Rheinturm. Zu entdecken gibt es unter anderem das Kloster Knechtsteden mit seiner romanischen Basilika und den historischen Werkstätten, das römische Welterbe in der Innenstadt sowie die mittelalterliche Zollfeste Zons.

„Mit Unterstützung durch viele ehrenamtliche Partner und Eigentümer ist es uns gelungen, ein umfangreiches Programm zu organisieren, das auch wieder einige neue Angebote enthält“, sagt der städtische Denkmalschutzbeauftragte Harald Schlimgen. Dazu zählen etwa Führungen durch die Wallfahrtskirche St. Pankratius in Nievenheim. Von außen eher schlicht, überrascht das Gotteshaus mit seiner Innenausstattung – insbesondere mit drei barocken Holzaltären nach Entwürfen des bekannten Hofarchitekten Conrad Schlaun. Im Zentrum des Hochaltars steht eine frühgotische Salvatorfigur. Sie wurde Mitte des 16. Jahrhunderts während des Bildersturms von der Duisburger Salvatorkirche ins katholische Nievenheim gebracht und wird dort seit mehr als 450 Jahren in der Salvatoroktav um Fronleichnam verehrt.

Ebenfalls neu im Programm sind eine Führung von Eberhard Kleinebudde über den Friedhof in Nievenheim und die Besichtigung eines Privathauses an der Grünwaldstraße in Zons. Der Geschichtsverein Dormagen hat sich zum fünften Geburtstag des Reiterkastells Durnomagus als Bestandteil des UNESCO-Welterbes Niedergermanischer Limes eine besondere Aktion ausgedacht. Im Römerkeller an St. Michael schlüpft der Vorsitzende Dr. Udo Hentrich in die Rolle eines römischen Veterans, der bei einer Amphore Wein über sein Leben als Reitersoldat nachdenkt.

Auf dem jüdischen Friedhof in der Zonser Heide erwartet die Gäste ein besonderes Erlebnis in Verbindung mit jiddischer Musik. In Zons können unter anderem der Rheinturm, die Burganlage, die Windmühle, das Falknereimuseum, die Rheintorkapelle und der Luftschutzbunker am ehemaligen Feldtor besichtigt werden. In Gohr lädt die romanische Wallfahrtskirche St. Odilia ein, die zu den ältesten Gotteshäusern im Rhein-Kreis Neuss zählt. Hinzu kommt eine humoristische Führung mit bunten Geschichten rund um die Häuser der Kölner Straße in der Innenstadt.

Bürgermeister Erik Lierenfeld wird den Denkmaltag am 13. September um 11 Uhr auf dem Kirchplatz in Nievenheim offiziell eröffnen. Im Anschluss findet die erste Führung durch die Kirche St. Pankratius statt. Alle Angebote am Denkmaltag sind kostenlos. Der Programmflyer kann hier heruntergeladen werden heruntergeladen werden und liegt außerdem in der Touristinfo Zons sowie in zahlreichen beteiligten Einrichtungen aus.

Unbekannte Orte im Historischen Rathaus

Einblicke in den Zonser Rheinturm

Lebendige Mauern in Zons