Stolpersteine in Dormagen

Seit 2005 werden auch in Dormagen sogenannte „Stolpersteine“ durch den Künstler Gunter Demnig verlegt. Bei diesen 10 cm langen Steinen handelt es sich um kleine Messingplatten im Straßenpflaster, die an die Opfer der Judenvernichtung und der politischen Verfolgung im Nationalsozialismus erinnern.

Die Spendensammlung für die Steine und die Aufarbeitung der Geschichte der Personen, welchen sie gewidmet sind, geht überwiegend von Schülern der weiterführenden Schulen aus.

Der Künstler Gunter Demnig erinnert damit an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing einlässt.39 Steine liegen auch in Dormagen.

"Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist", sagt Gunter Demnig. Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten.

Hintergründe zur Geschichte von jüdischen Mitmenschen in Dormagen gibt es hier:

Raphaelshaus-Jungs reinigen Stolpersteine in der City

Tolle und wichtige Aktion wider das Vergessen: Leon, Mario und Malik von der Otmar Alt-Gruppe des Raphaelhauses säuberten im Juni gemeinsam mit Betreuer Martin Worring (26) insgesamt rund 20 Stolpersteine in Dormagen. Die quadratischen Messingplatten im Straßenpflaster erinnern an die Opfer der Judenvernichtung und der politischen Verfolgung im Nationalsozialismus. Insgesamt 39 Stolpersteine hat der Kölner Künstler Gunter Demnig von 2005 bis 2011 in der Innenstadt, in Zons und in Stürzelberg verlegt. Als Paten für die Stolpersteine fungierten zumeist Dormagener Schulen, die Finanzierung erfolgte gänzlich aus Spenden engagierter Bürger aus dem Stadtgebiet.

„Die Stolpersteine halten nicht nur die Erinnerung an die Toten lebendig, sondern sind auch Teil der Dormagener Stadtgeschichte“, sagt Kulturbüro-Leiter Olaf Moll, der das Projekt zusammen mit dem Verein zur Förderung der Partnerschaft Dormagen-Kiryat Ono, dem Archiv im Rhein-Kreis Neuss und allen weiterführenden Schulen in Dormagen initiiert hat. Die Otmar Alt-Gruppe des Raphaelshauses hat sich der Pflege der Stolpersteine verschrieben. Zum wiederholten Mal leisteten Jugendliche jetzt mit ihrer uneigennützigen Reinigungsaktion einen wertvollen Beitrag zum Projekt, über das das Kulturbüro gerne unter der Rufnummer 02133/257-338 informiert.

Im Bild (v. l.): Leon, Betreuer Martin Worring, Mario und Malik reinigen auf der Kölner Straße die Stolpersteine für Max, Herta, Walter und Gertrud Herz, die von den Nazis nach Lodz deportiert und dort ermordet wurden.

Fotos: Julius Nohr

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