Schlachtplatte - die Jahresendabrechnung

Sonntag, 12. Januar 2020, 20 Uhr, Kulturhalle Dormagen

Ausverkauft!

Das hat es am Humorstandort Deutschland auch noch nicht gegeben: Drei Frauen und ein Quotenmann blicken in einem Ensemble zurück aufs vergangene Jahr! Dagmar Schönleber, Sarah Hakenberg, Lisa Catena und Robert Griess rechnen gemeinsam ab mit all dem Wahn- und Schwachsinn des Jahres 2019 – von Trumps Twitter-Präsidentschaft bis zur neuen Bundesregierung, von der Europa-Wahl bis zum Pflegenotstand, vom Diesel-Skandal bis zum Bundeswehr-Desaster.

Live-Kabarett nach dem Motto "Wer heilige Kühe ehrt, ist fromm. Wer heilige Kühe schlachtet, wird satt". Serviert mit allen Zutaten, die es zu einem zünftigen Schlachtfest braucht: Vom sarkastischen Stand-up-Monolog bis zur satirischen Massenszene, vom sozialkritischen Song bis zum spaßigen Sketch.  

Lisa Catena ist alles, was Sie von einer Schweizerin nicht erwarten: schnell, politisch und komplett unneutral. Sarah Hakenberg sitzt oft am Klavier und haut ihrem Publikum kleine gemeine Chansons und mitreißende Gassenhauer um die Ohren. Dagmar Schönleber, die Punkrockerin mit Westerngitarre, vereinigt warmherziges Kabarett mit intelligenter Comedy. Zusammen sind sie "Das Kabarettistische Quartett" der deutschen Kleinkunst-Szene!

Onkel Fisch: Populisten haften für ihre Kinder

Samstag, 15. Februar 2020, 20 Uhr, Kulturhalle Dormagen

Ausverkauft!

Wer im Politik-Dschungel dem gemeinen Populisten in freier Wildbahn begegnet, der sollte die nötige Survival-Ausrüstung dabei haben: Ein Hysterie abweisendes dickes Fell, eine Polit-Parasiten-Impfung und ein klares Profil für einen sicheren Stand.

Das Satire-Duo Onkel Fisch hat den Erste-Hilfe-Rucksack geschnürt und wagt sich tief in den Sumpf der einfachen Wahrheiten. Dorthin, wo einige Fragen noch ungeklärt sind: Gelten die Menschenrechte für alle Menschen? Was genau ist die Alternative zu Fakten? Gibt es eigentlich auch „Verschwörungspraktiker“?

In ihrem 17. Programm streiten, singen, tanzen und spielen sich die Bewegungsfanatiker von Onkel Fisch durch ein Politik-Survival-Action-Kabarett. Gemeinsam Populisten im Lachen untergehen lassen.

Katie Freudenschuss: Einfach Compli-Katie!

Geänderter Termin: Samstag, 21. März 2020, 20 Uhr, Kulturhalle Dormagen

Sängerin, Pianistin, Songschreiberin und Sachensagerin: Katie Freudenschuss ist eine vielseitige Künstlerin, die auf allen Bühnen überzeugt hat und auch schon in der ZDF-Satireshow „Die Anstalt“ zu Gast war.  In ihrem neuen Programm entspinnt sie, inspiriert von einem Tagebuch aus den 1950er-Jahren, mit Verve und feiner Beobachtungsgabe ihre modern und intelligent servierte Comedy.

Sie spielt und singt stimmgewaltig, schlagfertig und mit großer musikalischer Vielfalt. Emotional und humorvoll improvisiert Katie Freudenschuss verbal und am Klavier mit Zuschauern und Situationen und stellt die Frage: War das Leben eigentlich immer schon so kompliziert?

Poetisch, berührend, ironisch und absurd – ein kurzweiliger Abend über Liebe, Frauengold, 72 Jungfrauen und Melania Trump.

Die Vorstellung war ursprünglich für den 22. März 2020 geplant. Wegen eines TV-Engagements der Künstlerin wurde die Veranstaltung auf Samstag, 21. März 2020, vorgezogen.

Chin Meyer: Leben im Plus

Freitag, 3. April 2020, 20 Uhr, Kulturhalle Dormagen

Chin Meyer ist sich sicher: Bisherige große Widersprüche vereinen sich vor unseren Augen zu unliebsamen Synergien, getrieben von Geld und Politik. Denn bis vor kurzem galt noch: trotziges 5-jähriges Kind ODER mächtigster Mann der Welt. Verfassungsschutz ODER Pannen-Dienst. Mutter aller Probleme-Minister ODER Schraube locker. Heute hingegen ist alles möglich, denn das alte Entweder-Oder-Denken ist ein Fall für den Misthaufen.

Chin Meyer dreht die Verhältnisse um. Er lässt Widersprüche humorvoll zu und inspiriert ein Leben im Plus. Also: Mentaler Veganer sein UND trotzdem Steak lieben! Totalitäre Neigungen haben UND trotzdem Menschenrechte achten! Kapitalist sein UND trotzdem sozialverträglich handeln!

Gewohnt geistvoll, bissig und liebevoll durchforstet Meyer die herrlich absurden Widersprüche von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik: Ob Digitalisierung 5.0, künstliche Intelligenzen, Migration oder Verschwörungstheorien – der Humor-Meister der Finanzwelt surft böse, charmant, improvisationsfreudig, musikalisch und mit Witz durch unsere schöne, bunte, neue Welt.

Florian Schroeder: Neustart - Vorpremiere

Sonntag, 30. August 2020, 20 Uhr, Kulturhalle Dormagen

Die Welt geht täglich unter – schuld sind die Rechten und die Araber, die Klimaleugner und die Klimahysteriker sowieso. Das Geschrei hat das Gespräch ersetzt, es gibt keine Gegner mehr, nur noch Feinde – und Opfer. Nichts ist mehr berechenbar: Wer hätte gedacht, dass Trump kommt und die Briten gehen? Und dann ist da auch noch der Chinese, der vor der Tür steht wie früher der Russe. Die Digitalisierung schafft uns alle ab, Disruption und Revolution sind permanent geworden. Wir kennen alles, wissen nichts. ADHS ist keine Krankheit mehr, sondern Digitalkompetenz.

Alles soll eindeutig sein und ist doch so paradox: Während wir mit Hochgeschwindigkeit der Apokalypse entgegensegeln, sehnen wir uns verzweifelt nach neuen Helden. Der neue Messias – dringend gesucht. Aber wehe, er ist dann doch ein Mensch. Florian Schroeder drückt den Reset-Knopf. An diesem Abend formatieren wir die Festplatte neu – jenseits von Weltuntergang und Erlösungsversprechen, jenseits von Hysterie und Gleichgültigkeit, jenseits von Gut und Böse. Reflexion statt Reflexe. Wenn alle „Game over“ rufen, setzt Schroeder auf Neustart.

Der Moderator der SWR-Spätschicht feiert nach 2017 die nächste Vorpremiere in Dormagen.

Foto: Frank Eidel

Jochen Malmsheimer: Dogensuppe Herzogin - ein Austopf mit Einlage

Freitag, 18. September 2020, 20 Uhr, Kulturhalle Dormagen

Kabarett ist dieser Tage wichtiger denn je. Die gefühlte Arschlochdichte und Idiotenkonzentration, die allgemeine, bimssteinerne Generalverblödung und präsenile Allgemeinabstumpfung, die cerebrale Fäulnis in diesem Land war, subjektiv gefühlt, immer schon hoch. Aber nun lässt sich dieses trübe Faktum nicht mehr nur im Experiment nachweisen, sondern ist für uns alle, die wir über Geist, Witz, Verstand und Geschmack verfügen, fühlbar im Freiland angekommen. Und dort im Freiland zeltet Malmsheimer  bereit, sich diesem Unsinn in den Weg zu stellen.

Gerd Köster & Frank Hocker: Wupp

Freitag, 9. Oktober 2020, 20 Uhr, Kulturhalle Dormagen

Wupp – do sin se widder. Die melancholischen Frohnaturen Gerd Köster und Frank Hocker kommen mit eigenen Songs aus eingekölschten Cover-Versionen von Rod Stewart über Iggy Pop und Tom Waits bis Frank Zappa zurück. Ergänzt durch den fantastischen Helmut Krumminga entsteht eine Gefühlswelt zwischen saftiger Lebenslust und Spielfreude, tröstendem Sarkasmus, vollem Ernst und einer Prise kerngesunder Blödelei. Zwei Gitarren, eine Stimme – Wupp.

Wilfried Schmickler: Kein zurück!

Mittwoch, 21. Oktober 2020, 20 Uhr, Kulturhalle Dormagen

Deutschland im Aufbruch! Wo geht es hin? Wer darf mit? Und vor allem: wann geht es endlich los? An den Haltestellen stehen die Verunsicherten im Dauerregen und warten auf die nächste Mitfahrgelegenheit. Denn alle wissen: wer jetzt den Anschluss verpasst, der landet auf dem Abstellgleis: aussortiert, verloren, abgehängt. Aus den Lautsprechern: Durchhalteparolen. An den Anzeigetafeln: Werbung für Beruhigungsmittel. Hinter den Auskunfts-Schaltern: Kollege kommt gleich. Die als Glückspilze verkleideten Mitarbeiter des Heimat-Ministeriums verteilen Gutscheine für Rückfahrkarten. Traumreisen in die Vergangenheit. Nostalgie-Trips in die Welt von Vorvor-Gestern. Wenn möglich, bitte umkehren. Aber es gibt kein neues Leben im Alten und es gibt kein trautes Heim im untergegangenen Reich. Es gibt kein zurück!

Auf den Punkt, hintersinnig, bitterböse und poetisch: Wilfried Schmickler zeigt sich von seiner besten Seite. Der Rausschmeißer der WDR-Mitternachtsspitzen hat nach vorne geschaut. Und was er da gesehen hat, davon berichtet er in seinem Programm „Kein zurück“. Satirisch brillant in der Analyse der bundesdeutschen Wirklichkeit und kompromisslos in moralischen Fragen.

Foto: Holger Scholl

Distel Berlin: Skandal im Spreebezirk

Samstag, 14. November 2020, 20 Uhr, Kulturhalle Dormagen

Skandal? Nirgendwo auf der Welt geht es doch so gesittet und skandalfrei zu wie in unserer ruhigen kleinen Hauptstadt an der Spree. Okay: der Mietspiegel steigt, der Meeresspiegel auch. Und selbst wenn sich Angie ab und zu mit Macron auf 'ne EU-Hinterzimmernummer trifft, macht sie doch ganz skandalfrei Platz für Germany's next Flopmodel – Frau AKK.

Doch während wir noch versuchen herauszufinden, was sich an Christian Lindner zu parodieren lohnt, überschlägt sich der Rest der Welt in einem wahren Skandalfeuerwerk. Vor lauter Skandalen sind selbst Trumps Skandale gar keine Skandale mehr. Ein Skandal! Berlin verkommt zur Provinz im großen Skandaltheater.

Und nur ein kleines, unbeugsames Kabarett, umgeben von gefestigten Politiklagern, hält dagegen und stellt sich den großen Fettnäpfen: Genderdebatte, German Angst, Abschaffung des Bargeldes und ja, auch der Frage nach dem politisch korrekten Kinderfasching. Was haben Holland Tulpen mit Flucht aus Afrika zu tun? Wie soll ein gemeinsames Europa funktionieren, wenn nicht nur die Angelsachsen, sondern selbst die Sachsen nicht mehr mitmachen wollen?

100 Minuten Kabarett for Future - garantiert nicht skandalfrei und garantiert nicht nur freitags.

Christoph Sieber: Mensch bleiben

Freitag, 4. Dezember 2020, 20 Uhr, Kulturhalle Dormagen

Das Gute vorweg: Christoph Sieber ist sich mal wieder treu geblieben. In „Mensch bleiben“ hat er erneut das aufgeboten, was ihn ausmacht: Den schonungslosen, satirischen Blick auf Politik, Kunst und Gesellschaft.

Sieber gelingt mit seinen bitterbösen Texten eine gnadenlose Sicht auf unsere Zeit: Warum werden die, denen wir unsere Kinder anvertrauen schlechter bezahlt als die, denen wir unser Geld anvertrauen? Was wird man über uns sagen in 20,30 Jahren? Wer werden wir gewesen sein? Und wie konnte es so weit kommen, dass wir Konsumenten sind, User, Zuschauer, Politiker, Migranten, Deutsche, aber immer seltener Mensch?

Doch Sieber wäre nicht Sieber, gäbe es nicht auch immer die andere, die schelmische, urkomische und komödiantische Seite, die uns lachen lässt über unser Dasein und so einen eindrucksvollen und begeisternden Kabarettabend schafft.

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