Distel Berlin: Wenn Deutsche über Grenzen gehen

Samstag, 10. November 2018, 20 Uhr, Kulturhalle Dormagen

Oder: Das Ziel ist im Weg. - Kabarett-Komödie aus der Berliner Distel

Ausverkauft!

Schulleiterin Marion, Pfarrer Lars und Spulenwickler Dirk beschließen den Ausstieg: Auf der Suche nach Sinn, Zeit für sich und irgendwas mit Inhalt. Als ein gewaltiges Gewitter das Trio in eine verlassene Hütte irgendwo im Nirgendwo spült, sitzen sie fest. Ohne Handynetz, ohne WLAN, kurz: Ohne Hoffnung auf Überleben. Jetzt haben sie Zeit – viel mehr als ihnen lieb ist.

Und plötzlich sind die Gedanken da: Klimawandel? Schneller als gedacht. Flüchtlingskrise? Größer als erwartet. Demokratieverlust? Tiefgreifender als vorhersehbar. Wo man hinguckt: Die Welt in Aufruhr! Aber Deutschland geht es doch gut und seine Bürger lassen sich bereitwillig von ihrer Kanzlerin einschläfern. Yoga statt Revolution. Ist auch gesünder.

Zeit haben, empfindet nicht jeder als Befreiung. Zu sehr sind die Wiederholungstäter im Hamsterrad dran gewöhnt, keine Zeit zu haben. Woher soll die im Alltag auch kommen? Bei drei Jobs, zwei Familien und 365 facebook-Freunden?

Auch Marion und Lars leben mit Zeitfenstern, Zeitinseln und Zeitmanagement. Selbst Dirk zappt sich durch die Programme seiner gepixelten Existenz, unterbrochen nur durch Werbepausen, damit er den Anschluss an den Konsum nicht verpasst. Alle getrieben von der Angst, beim nächsten Trend nicht live dabei zu sein.

Und so werden die Stockbetten der Pilgerherberge zum Abbild des Lebens: Am Arsch der Welt lassen Marion, Dirk und Lars die Hosen runter – lassen die Seele baumeln, ihr Hirn rotieren und schütten ihr Herz aus. Überraschend, berührend – und sehr komisch. Eine Kabarett-Utopie auf dem Jakobsweg.
 

Jens Neutag: Mit Volldampf

Samstag, 8. Dezember 2018, 20 Uhr, Kulturhalle Dormagen

Ausverkauft!

Es reicht! Wenn Trump, Erdogan und all die unzähligen hirnlosen Rechtspopulisten in Europa mit Realsatire dem Kabarett das Wasser abgraben, dann holt Jens Neutag zum ultimativen Gegenschlag aus. Er geht als Kabarettist in die Politik. Nicht irgendwie, sondern ganz zielstrebig. Also, so zielstrebig wie es die Generation „um die 40“ eben macht. Man sagt nicht wirklich ja, aber weil man auch nicht nein gesagt hat, steht man irgendwann auf dem Wahlzettel. Und wenn er schon einmal das Sagen hat, dann wird alles anders, jetzt, sofort und mit Volldampf. Das ist der Plan und obwohl dann doch alles ganz anders kommt, stellt Jens Neutag eines eindrucksvoll unter Beweis: Er ist der Dampfreiniger des deutschen Kabaretts.

„Mit Volldampf“ ist Hochleistungskabarett ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Eine messerscharfe Gegenwartsanalyse mit komödiantischen Mitteln, kurzum: Satire am Puls der Zeit. Pointiert, entlarvend, aber vor allem mit allerhöchstem Unterhaltungsfaktor.

„Mit Volldampf“ ist Neutags siebtes Solo-Programm. Der mehrfach preisgekrönte Kabarettist ist regelmäßig im Radio (u.a. WDR5) und Fernsehen (u.a. in der SWR-Spätschicht) präsent, aber am allerliebsten stellt er sich allabendlich vor sein Publikum.

Eintritt: 21 € Vorverkauf, 23 € Abendkasse (falls vorhanden) - im Abo mit zwei weiteren Kabarettabenden: 54 €

Schlachtplatte - die Jahresendabrechnung 2018

Freitag, 11. Januar 2019, 20 Uhr, Kulturhalle Dormagen

Ausverkauft!

In Dormagen immer ausverkauft und inzwischen eine Institution: Die aktuellste und sexieste Kabarett-Group westlich der Wolga geht zum zwölften Mal auf Tour. Vier Kabarettisten holen zum Rundumschlag aus und rechnen ab mit all dem Wahn- und Schwachsinn des Jahres 2018. Die Jahresendabrechnung ist eine abwechslungsreiche Kabarett-Show nach dem Motto „Wer heilige Kühe ehrt, ist fromm. Wer heilige Kühe schlachtet, wird satt“. Serviert mit allen Zutaten, die es zu einem zünftigen Schlachtfest braucht: Vom sarkastischen Stand-up-Monolog bis zur satirischen Massenszene, vom sozialkritischen Musical bis zum spaßigen Sketch. Zum Kabarett-Rundumschlag holen in diesem Jahr Robert Griess, Lisa Catena, Nils Heinrich und Sebastian Schnoy aus.

Sebastian Pufpuff: Wir nach - Vorpremiere

Mittwoch, 6. Februar 2019, 20 Uhr, Kulturhalle Dormagen

Ausverkauft!

Gretel fing an zu weinen und sprach: "Wie sollen wir nun aus dem Wald kommen?". Hänsel aber tröstete sie: "Wart nur ein Weilchen, bis der Mond aufgegangen ist, dann wollen wir den Weg schon finden."

Wissen Sie was, die Welt geht unter und wir fahren mit Vollgas darauf zu, ja, das stimmt. Aber wir sind die Lenker. Sie haben das Steuer in der Hand. Die Richtung ist nicht in Stein gemeißelt, vorgegeben oder gar eine Einbahnstraße. Die Richtung ist unsere Entscheidung. Also, packen Sie die Sonnencreme ein, nehmen Sie Ihre besten Vorurteile mit und lassen Sie uns auf eine Reise gehen. Wohin? In die Mitte des Humors, denn da entspringt der Sinn des Lebens: Lachen! Ich verspreche Ihnen anzukommen, denn dafür stehe ich mit meinem Namen. Ihr Pufpaff.

P.S. Sorry, aber es kann sein, dass Sie auf dem Weg gehörig was abkriegen, aber das lachen wir weg. Keine Sorge!

Der Gastgeber der 3sat-Kabarettshow „Pufpaffs Happy Hour“ feiert in der Kulturhalle zwei seiner wenigen Vorpremieren. Weil die Vorstellung am 6. Februar 2019 schon seit Wochen ausverkauft ist, gibt es am 7. Februar 2019 eine Vorpremiere.

Foto: Manuel Berninger

Sebastian Pufpaff: Wir nach - Zusatzveranstaltung Vorpremiere

Donnerstag, 7. Februar 2019, 20 Uhr, Kulturhalle Dormagen

Ausverkauft!

Gretel fing an zu weinen und sprach: "Wie sollen wir nun aus dem Wald kommen?". Hänsel aber tröstete sie: "Wart nur ein Weilchen, bis der Mond aufgegangen ist, dann wollen wir den Weg schon finden."

Wissen Sie was, die Welt geht unter und wir fahren mit Vollgas darauf zu, ja, das stimmt. Aber wir sind die Lenker. Sie haben das Steuer in der Hand. Die Richtung ist nicht in Stein gemeißelt, vorgegeben oder gar eine Einbahnstraße. Die Richtung ist unsere Entscheidung. Also, packen Sie die Sonnencreme ein, nehmen Sie Ihre besten Vorurteile mit und lassen Sie uns auf eine Reise gehen. Wohin? In die Mitte des Humors, denn da entspringt der Sinn des Lebens: Lachen! Ich verspreche Ihnen anzukommen, denn dafür stehe ich mit meinem Namen. Ihr Pufpaff.

P.S. Sorry, aber es kann sein, dass Sie auf dem Weg gehörig was abkriegen, aber das lachen wir weg. Keine Sorge!

Der Gastgeber der 3sat-Kabarettshow „Pufpaffs Happy Hour“ feiert in der Kulturhalle zwei seiner wenigen Vorpremieren. Weil die Vorstellung am 6. Februar 2019 schon seit Wochen ausverkauft ist, gibt es am 7. Februar 2019 eine Vorpremiere.

Foto: Manuel Berninger

Eintritt: 21 € Vorverkauf, 23 € Abendkasse (falls vorhanden) - im Abo mit zwei weiteren Kabarettabenden: 54 €

Barbara Ruscher: Ruscher hat Vorfahrt

Samstag, 6. April 2019, 20 Uhr, Kulturhalle Dormagen

Scharfzüngig, intelligent und charmant hinterfragt Deutschlands Kabarett-Lady Barbara Ruscher
den Selbstoptimierungswahn unserer Gesellschaft und ist dabei immer eine Spur voraus. Für alles
sucht sie eine Lösung: Ist es gesünder unter Zeitdruck gesund zu kochen, oder entspannt eine
Dosensuppe zu essen? Wer beeinflusst uns schlimmer: Influenza oder Influencer? Und sind
Ohrfeigen eigentlich vegan?

Mit satirisch intelligentem Biss geht Barbara Ruscher wieder gesellschaftsaktuellen Fragen nach,
sucht den Wahnsinn im Alltäglichen und widmet sich ökologischen Themen wie der Privatisierung
von Wasser, der Vermüllung der Meere, aber auch dem Kosmos rund um Dating-Portale,
Datenschutz in Frauenarztpraxen und den Gründen für die für uns typische German Angst. Warum
klingt die Kaffeemaschine in der Bäckerei wie die Duschszene aus Shining? Warum gibt es Emojis
fürs Angeln, aber nicht fürs Rasenmähen? Sind wir nicht schon längst Opfer der Digitalisierung,
oder warum denken wir beim Ton einer Klangschale, dass wir eine WhatsApp bekommen haben?

Barbara Ruscher, auch bekannt als Moderatorin der NDR-Satireshow "Extra3 Spezial" sowie aus zahlreichen Kabarett- und Comedysendungen bleibt mit ihrem Mix aus aktuellem Kabarett, entlarvender Comedy und brüllend komischen Songs am Klavier auch in ihrem neuen Programm in der Erfolgsspur.

Keine Frage, Barbara Ruscher hat Vorfahrt!

Eintritt: 21 € Vorverkauf, 23 € Abendkasse (falls vorhanden) - im Abo mit zwei weiteren Kabarettabenden: 54 €

Andreas Rebers: Ich helfe gern

Sonntag, 12. Mai 2019, 20 Uhr, Kulturhalle Dormagen

Wenn Onkel Andi zu Besuch kommt, ist allenthalben große Freude und Heiterkeit im Saal. Aber
warum?? Rebers ist kein Narr und hasst Clowns. Und wenn man genau hinschaut, erkennt man
auch warum. Nachdem die Weisen die Burg verlassen haben, erobern die Narren die Zinnen und
überall wird es lustig. Und damit das alles eine coole Performance hat, werden wir informativ
unterhalten oder unterhaltsam informiert. Hat hier jemand Angst vor der Wahrheit?? Oder sind wir
alle schon dem Wahn verfallen?

Neulich konnte man lesen, der Rebers hilft uns die Angst zu nehmen. Vor allem die, vor uns selbst.
Und man sah, dass es gut war! Schon als Kind wurden er und seine vielen Geschwister zur Hilfsbereitschaft erzogen und es hält bis heut. Aber die gute schlesische Mutter hat ihn auch zur Wahrhaftigkeit und zur Bibel verpflichtet. Deshalb hat das Kind seine Diebstähle und kriminellen Taten auch immer zugegeben. Dann bekam er die Prügel, die er verdient hatte und die Mutter sah von der Kollektivstrafe der ganzen Geschwisterschar ab.

Reverend Rebers ist nur ein Arbeiter im Pointenberg des Herrn, aber mit der Wahrheit, vor allem
der unbequemen, nimmt er es sehr genau. Denn wenn man Wahrheiten, die einem nicht passen, in
den Schrank sperrt, werden sie giftig. Und damit nicht die Falschen den Giftschrank öffnen, macht
er es lieber selber und nimmt zur Not auch die Prügel in Kauf. Das führt gelegentlich dazu, dass er
die richtigen Fragen zum falschen Zeitpunkt stellt. Deshalb schreibt die NZZ „Dieser Mann ist eine Erweckung der Giftklasse A“

Und dieses Programm ist ein Programm über alles was toxisch ist. Schuldgefühle, faule Kredite,
faule Ausreden, Nazismus und Narzissmus. Also ein Programm über uns. Die Moralische Großmacht
Deutschland. Hier wird Volkes Stimme mit Volkes Stimme entlarvt. Und wenn am Ende der Teufelsaustreibung noch etwas auf der Bühne herumliegt, kommt in der Zugabe der Tatortreiniger und beseitigt die restlichen Spuren. Gegen Wahn und Populismus - hilft nur ein guter Exorzismus.
Ich helfe gern. Wann und wo immer sie wollen!

Andreas Rebers wurde mit dem renommierten Dieter-Hildebrandt-Preis 2018 ausgezeichnet.

Eintritt: 21 € Vorverkauf, 23 € Abendkasse (falls vorhanden) - im Abo mit zwei weiteren Kabarettabenden: 54 €

Distel Berlin

Freitag, 13. September 2019, 20 Uhr, Kulturhalle Dormagen

Die Kabarett-Lieblinge aus der Hauptstadt kommen mit einem neuen Programm in die Kulturhalle. Infos folgen.

Eintritt: 21 € Vorverkauf, 23 € Abendkasse (falls vorhanden) - im Abo mit zwei weiteren Kabarettabenden: 54 €

Robert Griess: Hauptsache, es knallt!

Samstag, 12. Oktober 2019, 20 Uhr, Kulturhalle Dormagen

Ob in Politik, Wirtschaft oder Medien, ob Putin, Trump oder Seehofer, ob in Syrien, Sachsen oder in der Stammkneipe -  überall lautet das Motto: Hauptsache, es knallt! Und wie! Im neuen Programm des Kölner Kabarettisten Robert Griess wird scharf geschossen: mit Pointen, Gags und aberwitzigen Szenen. Die "schnellste und frechste Klappe von Köln" (Kölner Stadt-Anzeiger) "zielt, schießt und trifft immer ins Schwarze" (Bonner Rundschau).

Wer Griess live erlebt, versteht schnell, warum solch eine Kraft von seinem Witz ausgeht: Er ist der sympathische Durchschnittsbürger und herzliche Kerl, den man sofort gern hat. Sein geschickter Hinterhalt als Sympathieträger eröffnet ihm alle Möglichkeiten, das Bigotte in der Politik umso überraschender zu karikieren. Robert Griess zieht wirklich alles durch den Kakao - aber der ist garantiert fair getradet und nachhaltig angebaut. Das Publikum kann sich endlich über all jene Themen amüsieren, die sonst nur schlechte Laune machen.

Griess' einzigartige Mischung aus Stand-up-Kabarett und seinen wahnsinnig komischen Figuren bietet eine abwechslungsreiche Kabarett-Show mit hohem Lachfaktor und inhaltlicher Relevanz. Herr Stapper auf Hartz IV - Lebensmotto: "Hauptsache, es knallt!" - ist ebenso wieder dabei wie neue Charaktere. Griess liefert echtes Triple A-Kabarett: Aktuell. Aberwitzig. Abgefahren. Kaum einer bringt so viele Themen so lebendig und lustig rüber wie dieser Vollblutkomödiant: "Das Wort >Kabarett< ist einfach zu schwach für ihn. Robert Griess ist eine Naturgewalt." (Karlsruher Neue Nachrichten)

Eintritt: 21 € Vorverkauf, 23 € Abendkasse (falls vorhanden) - im Abo mit zwei weiteren Kabarettabenden: 54 €

Lisa Eckhart: Die Vorteile des Lasters

Sonntag, 10. November 2019, 20 Uhr, Kulturhalle Dormagen

Es war nicht alles schlecht unter Gott. Gut war zum Beispiel, dass alles schlecht war. Denn alles, was man tat, war Sünde. Wir waren alle gute Christen und hatten einen Heidenspaß. Die Hölle zählte Leistungsgruppen, Ablässe waren das perfekte Last-Minute Geschenk und lasterhaft zu sein noch Kunst. Doch dann starb Gott ganz unerwartet an chronischer Langeweile. Und bei der Testamentsverlesung hieß es, wir wären alle von der Ursünde enterbt. Fortan war kein Mensch mehr schlecht, jedes Laster nunmehr straffrei und die Hölle wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. So fand der Spaß ein jähes Ende.

Heute ziehen Eisfirmen, Elektronikgeschäfte und jedes zweite Schlagerlied die sieben Sünden in den Dreck, indem man sie zur heiligen Tugend erklärt. Gott befahl uns zu entsagen, Coca Cola zu genießen. Man hat uns alles erlaubt und somit alles genommen. Polyamorie versaute die Unzucht. All-You-Can-Eat Buffets vergällten die Völlerei. Facebook beschämte die Eitelkeit. Ego-Shooter liquidierten den Jähzorn. Wellnesshotels verweichlichten die Trägheit. Sie alle haben’s schlecht gemeint. Doch schlecht gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von schlecht. Und kein Zweck heiligt das Mittelmaß.

Darum gilt es, die Sünden neu zu erfinden. Wie widersetzt man sich der Spaßgesellschaft ohne den eigenen Spaß einzubüßen? Wie empört man seine Umwelt ohne als Künstler verleumdet zu werden? Wie verweigert man sich dem Konsumerismus ohne auf irgendetwas zu verzichten? Wie verachtet man die Unterhaltungsindustrie ohne Adorno schmeichelnd ans Gemächt zu fassen? Wie wird man zum Ketzer einer säkularisierten Welt?

Lisa Eckhart, eine junge Steirerin, kroch aus der verbrannten Erde der deutschen Poetry Slam Szene, um sich in der Kabarettszene mehr Raum zu verschaffen. Mit Performance und Texten so gnadenlos wie der Katholizismus und so wortgewandt wie eine Nationalratssitzung. Und mit Riesenerfolg: Sie gewann den Deutschen Kabarettpreis 2018, gilt als Shooting-Star in der Kabarett-Szene und ist Stammgast in den renommiertesten TV-Sendungen von "Nuhr im Ersten" bis zu den "WDR-Mitternachtsspitzen".

Eintritt: 21 € Vorverkauf, 23 € Abendkasse (falls vorhanden) - im Abo mit zwei weiteren Kabarettabenden: 54 €

Jürgen Becker: Volksbegehren

Dienstag, 3. Dezember 2019, 20 Uhr, Kulturhalle Dormagen

Blattläuse haben es leicht. Wenn ihnen nach Fortpflanzung zumute ist, gebären die Lausmädels ohne Zutun eines Lausbuben bis zu zehn Töchter am Tag. Sie müssen nicht fragen: „Zu mir oder zu dir? Sie fragen: „Zu mir oder zu mir?“ So einfach kann das Leben sein. Doch etwas muss ja dran sein am Sex. Jedenfalls hat sich der Austausch von Körperflüssigkeiten zwecks Fortpflanzung bei 99% der Tierarten durchgesetzt. Geschlechtliche Fortpflanzung findet man gar bei Obstbäumen, Topfpflanzen, Ziersträuchern und in Blumenrabatten, wenn darin Herren- und Damenkegelclubs des Nachts bei ihren feucht-lustvollen Ausflügen übereinander herfallen. Wir sind Tiere und werden es immer bleiben. Daran erinnert uns der Sex, weshalb er so beunruhigend, aufwühlend, elektrisierend, schockierend, bedrohlich und…..so angenehm ist. So wundern wir uns über das Tierhafte unserer Körper und empfinden Sie gelegentlich als peinlich, abstoßend und vulgär. Wir schämen uns Ihrer, es sei denn, wir sind im Internet.

Kann die Religion diese Scham erklären oder erklärt die Scham gar die Religion? Denn in der bunten Götterwelt finden wir bereits alle Spielarten der Sexualität wieder, auch die Homoerotische. Und schon immer hat die Religion das versucht, was wir heute endlich geschafft haben: Wir können Kinder zeugen ohne Zeugungsakt und Sex genießen ohne Kinder zu zeugen. Früher musste man dafür beten: „Heilige Maria, die du empfangen hast ohne zu sündigen, lass mich sündigen, ohne zu empfangen!“ Aber was macht sexy? Was lehrt uns die Erotik über uns selbst? Und welche Lebensweisheiten können wir aus Ihr gewinnen?

„Mitternachtsspitzen“ sind im gleichnamigen Film mit Doris Day und John Garvin Dessous und so wagt der Moderator derselben einen kabarettistischen Beischlaf mit dem Eros, dem wohl mächtigsten aller Götter. Jürgen Becker bittet zum Blick durchs Schlüsselloch. Das Publikum darf sich beim Liebesspiel mit Worten aufs angenehmste gekitzelt fühlen und beim Anblick von hundert erotischen Meisterwerken in Deckung bleiben – und spürt dabei geflissentlich, dass schöne Schenkel nicht nur im Bett betören. Gelegentlich darf man sich auch darauf klopfen.

Eintritt: 21 € Vorverkauf, 23 € Abendkasse (falls vorhanden) - im Abo mit zwei weiteren Kabarettabenden: 54 €

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