Bienenfutterautomat ist für die neue Blühsaison befüllt

Der Insektenschutz in Dormagen soll weiter vorangetrieben werden. Aus diesem Grund wurde der Bienenfutterautomat an der Stadtbibliothek Dormagen am Donnerstag, 20. März, neu befüllt. Das gelbleuchtende Behältnis war einst ein Kaugummiautomat. Um den Tieren eine Hilfestellung für den Frühling zu geben, wurde sein Zweck aber bereits vor mehreren Jahren verändert.


Für 50 Cent kullern hier nun keine Kaugummis, sondern regionale, bienenfreundliche Wildblumensamen aus dem Schacht. Die Kapseln sind mit zwei unterschiedlichen Blühmischungen bestückt. „Lass deinen Ort aufblühen“ heißt eine Sorte und enthält eine mehrjährige und sich selbst versamende, artenreiche Spezial-Blühmischung für Wild- und Honigbienen sowie für Schmetterlinge. Die zweite Blühmischung heißt „Bienenfreund“ und bietet – wie der Name bereits vermuten lässt – vor allen Dingen Bienen ein qualitativ hochwertiges Nektar- und Pollenangebot.


„Ab Mai, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind, können die Blühsamen im Hausgarten oder dem Balkon ausgesät werden. Die Aussaat leistet einen wertvollen Beitrag gegen das Insektensterben“, sagt Anke Tobies vom städtischen Umweltteam. 


Der kreative und niederschwellige Ansatz des Bienenautomaten ermöglicht eine spielerische Sensibilisierung für das Thema Artenvielfalt und soll Dormagen bunter und vielfältiger aufblühen lassen.


Die Stadtbibliothek möchte auch beim Thema Nachhaltigkeit ein Ort des Wissens und des Lernens sein. „Die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger auf unkomplizierte Art und Weise einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten, unterstützen wir sehr gerne“, sagt Claudia Schmidt, Leiterin der Stadtbibliothek.


Bei der Verpackung der Blühmischungen handelt es sich um Mehrwergkapseln. Nach der Aussaat sollte die Kapsel in den Rückgabebehälter, der neben dem Automaten hängt, eingeworfen werden. Die Kapseln werden zum erneuten Befüllen an das Sozialunternehmen ‘Bienenretter Manufaktur’ zurückgesendet. Die Manufaktur stellt das Füllmaterial mit heimischen Pflanzen zum Selbstkostenpreis zur Verfügung. Vom Verkauf jeder Kapsel geht ein Förderbeitrag an die Bienenretter, um damit Projekte in Kitas und Schulen zu unterstützen.